Wetterwarnung für 18 Departements – Sturmböen, Überflutungen und Lawinengefahr
Ein dramatischer Wetterumschwung steht bevor. Starkregen, heftige Windböen und ein massiver Temperaturabfall sorgen für chaotische Bedingungen in weiten Teilen Frankreichs. Eine von Météo-France als „hochaktiv“ eingestufte Störungsfront zieht über das Land hinweg und bringt ernsthafte Gefahren mit sich.
Am Freitagmorgen, den 13. März 2026, wurden bereits 18 Departements unter gelbe Warnungen gestellt. Die Warnungen betreffen Sturmböen, Hochwasser, Überschwemmungen und Lawinengefahr. Diese gefährliche Wetterlage hält von Freitagnacht bis Samstag, den 14. März an.
Besonders besorgniserregend: Die Temperaturen fallen deutlich unter die Normalwerte für diese Jahreszeit. Wochenendpläne könnten durchkreuzt werden.
Massive Störungsfront erfasst Nordwesten bis zu den Pyrenäen
Bereits am Freitag durchquerte die Wetterfront die gesamte nordwestliche Hälfte des Landes. Im Landesinneren erreichten die Böen Geschwindigkeiten zwischen 50 und 70 km/h, während an der Küste punktuell sogar bis zu 100 km/h gemessen wurden.
Der Wind bleibt in den Mistral- und Tramontane-Gebieten besonders kräftig. Die Gipfelregionen der Pyrenäen kämpfen ebenfalls mit stürmischen Verhältnissen.
In der Nacht von Freitag auf Samstag breiteten sich die teilweise heftigen Niederschläge über den Rest des Landes aus. Sie halten an diesem Samstag „an der Ostflanke und in der Nähe der Pyrenäen an, wobei die Niederschlagsmengen stellenweise beachtlich sind“, warnt Météo-France in seinem Bulletin. In bereits vorbelasteten Gebieten kann dies zu Überflutungen und gefährlichen Anstiegen der Wasserstände führen.
Sind Sie von den Wetterwarnungen betroffen?
Die gelbe Warnstufe signalisiert eine Situation, die aufmerksame Beobachtung erfordert. Örtlich gefährliche Wetterphänomene sind möglich, insbesondere bei exponierten Aktivitäten im Freien.
Die 18 betroffenen Departements verteilen sich auf verschiedene Gefahrenkategorien: Starkregen, Sturmböen, Hochwasser und Lawinen. Das Warngebiet erstreckt sich vom Grand Est über Centre-Val de Loire bis nach Burgund und in die Alpen.
Hier die detaillierte Aufschlüsselung der Warnungen nach Gefahrentyp laut Météo-France:
- Starkregen und Überschwemmungen: Ardennes, Aube, Cher, Indre, Indre-et-Loire, Loir-et-Cher, Loiret, Marne, Haute-Marne, Meuse, Nièvre, Seine-et-Marne, Yonne
- Sturmböen: Doubs, Jura
- Hochwasser: Lot
- Lawinengefahr: Isère, Haute-Savoie
Heftige Böen, Schnee in tiefen Lagen und extremer Kälteeinbruch am Wochenende
In den windgefährdeten Departements können die Sturmböen den Verkehr erheblich beeinträchtigen, besonders auf exponierten Strecken und an der Küste. Experten raten dringend, Aktivitäten in der Höhe zu vermeiden, Gegenstände auf Balkonen zu sichern und in Waldgebieten äußerste Vorsicht walten zu lassen.
In den Bergregionen drückt einfließende Kaltluft die Schneefallgrenze auf 600 bis 800 Meter, punktuell sogar auf etwa 500 Meter in den Voralpen. Zeitweise kann es sogar bis ins Flachland schneien. Dies verstärkt zusätzlich das Lawinenrisiko in den Departements Isère und Haute-Savoie.
An diesem Samstag liegen die Höchsttemperaturen in den meisten Regionen zwischen 7 und 13 °C – deutlich unter den saisonalen Durchschnittswerten. Am Sonntagmorgen sind geschützte Lagen von verbreiteten Frösten betroffen.
Die landesweiten Durchschnittstemperaturen bleiben sowohl am Samstag als auch am Sonntag unter den Normalwerten. Eine solche Situation gab es zuletzt am 11. Januar. Diese Kältewelle bleibt jedoch nur vorübergehend: Météo-France erwartet bereits ab Sonntagnachmittag eine Rückkehr zu jahreszeitüblichen Werten, gefolgt von einem progressiven Temperaturanstieg zu Beginn der kommenden Woche – begleitet von der Rückkehr der Sonne.










