Sommerblüher für den Garten: Ein Geheimtipp für März
Wenn der Frühling naht, träumen viele Hobbygärtner von einem Blütenmeer, das ohne großen Pflegeaufwand bis zum Spätsommer durchhält. Mehrjährige Stauden brauchen Jahre, bis sie richtig zur Geltung kommen. Einjährige Sommerpflanzen verblühen dagegen oft viel zu schnell. Doch es gibt eine elegante Lösung: eine unkomplizierte Pflanze, die Sie im März aussäen können und die Ihren Garten den gesamten Sommer über in ein Blütenmeer verwandelt.
Dieser unscheinbare Star heißt Jungfer im Grünen, botanisch Nigella damascena. Der Gärtner Ish schwärmt in den sozialen Medien von dieser Pflanze und bezeichnet sie als „groß gewachsen, robust und anspruchslos“, wie das Informationsportal DevonLive berichtet. Seine Einschätzung: „Sie locken nicht nur massenhaft Bestäuber an, sondern wachsen rechtzeitig heran für Hochzeitssträuße oder kunstvolle Arrangements.“ Die Jungfer im Grünen beschert Ihrem Garten „intensive violette Farbtupfer während der gesamten Sommermonate“.
Jungfer im Grünen: Federleichte Sommerblume mit Charakter
Als robuste einjährige Pflanze erreicht die Jungfer im Grünen typischerweise eine Wuchshöhe zwischen 40 und 60 Zentimetern. Ihr hauchfeines Laub wirkt wie ein zarter Schleier. Ursprünglich im Mittelmeerraum beheimatet, gedeiht sie selbst in nährstoffarmen Böden, solange die Drainage stimmt und ausreichend Sonne vorhanden ist. Nach der Blütephase entwickeln sich dekorative Samenkapseln, die austrocknen und ihre Samen freigeben – oft versamen sie sich eigenständig und erschaffen über die Jahre hinweg einen mühelosen Blütenteppich.
Bei früher Aussaat wurzelt die Pflanze noch vor der großen Hitze richtig durch. Laut Ish blühen die Jungfern „von Juni bis in den September hinein“ und „halten in der Vase etwa zehn Tage, also perfekt für alle, die frisch wirkende Schnittblumen mögen“. Sie profitieren damit doppelt: üppige Beete im Garten plus Schnittblumen für daheim oder festliche Anlässe – nahezu den kompletten Sommer lang.
Die richtige Aussaat im März: So gelingt der Start
Gängige Pflanzanleitungen empfehlen eine Direktsaat zwischen März und Mai, sobald der Boden abgetrocknet ist und kein starker Frost mehr droht. Wer sich für eine März-Aussaat entscheidet, verschafft der Pflanze mehr Entwicklungszeit und legt den Grundstein für durchgehende Sommerblüten. Ish betont, dass diese Samen „direkt ins Freiland gesät werden können“ oder – bei Platzmangel – „alternativ in Anzuchtschalen vorgezogen werden“.
Ob Töpfchen oder Anzuchtplatten: Ish findet diese Methode „kinderleicht beim Vereinzeln“. Seine Vorgehensweise: Er verteilt „die Samen locker auf der Oberfläche“, gibt dann „eine hauchdünne Schicht Anzuchterde darüber und gießt gründlich“. Er spricht von „einer leichten Kompostschicht obendrauf“, die sich „blitzschnell von selbst erledigt“, ohne Andrücken, und empfiehlt, „die leere Samentüte als provisorisches Etikett“ zu nutzen, um jede Schale wiederzuerkennen.
Pflege der Jungfer im Grünen bis zum Sommerende
Sobald die Jungpflanzen einige Blättchen entwickelt haben, werden sie ins Beet oder in größere Töpfe umgesetzt. Ish rät zu „etwa 30 Zentimeter Abstand“ zwischen den einzelnen Horsten, da sie sich „wirklich enorm ausbreiten“ können und man sie später „gut verteilen“ muss. An einem Standort mit „durchlässigem Boden“ und „reichlich Sonneneinstrahlung“ benötigen sie nach dem Anwachsen kaum zusätzliches Wasser.
Um die Blütezeit zu verlängern, hat Ish einen klaren Tipp: „Sobald die ersten Blüten erscheinen, sollten Sie regelmäßig Verblühtes entfernen – je konsequenter Sie das tun, desto mehr neue Blüten bilden sich nach“. Die Pflanze „produziert dann durchgehend neue Knospen bis Ende August“, besonders wenn Sie zusätzlich einige Samenkapseln stehen lassen für die natürliche Vermehrung. Das Ergebnis: Aus einer simplen März-Aussaat entsteht ein farbenprächtiger Garten für den ganzen Sommer.










