Überschwemmungen in Großbritannien: Diese aggressive Pflanze zerstört Ihre Hausmauern – sofort prüfen

Wenn das Wasser sinkt, lauert eine unsichtbare Gefahr

Tausende Hausbesitzer in Großbritannien kehren gerade erst in ihre Gärten zurück, nachdem wochenlange Überschwemmungen das Land heimgesucht haben. Durchnässte Rasenflächen, zerstörte Beete und eingesackte Zäune – die sichtbaren Schäden liegen auf der Hand. Doch Experten warnen jetzt vor etwas ganz anderem: einer stillen Bedrohung, die sich bereits in Ihrem Grundstück eingenistet haben könnte, ohne dass Sie es bemerkt haben.

Der Dezember brachte außergewöhnlich heftige Regenfälle über weite Teile des Landes, besonders in den westlichen Regionen, wie das britische Wetteramt Met Office berichtet. Über die Ufer getretene Flüsse transportierten Erde, Trümmer und Pflanzenteile über kilometerweite Strecken. Fachleute schlagen Alarm: Die Hochwasser haben bestimmten invasiven Unkräutern quasi eine Autobahn direkt in Privatgärten gebaut – Gewächse, die mächtig genug sind, um Terrassen und Hauswände zum Bersten zu bringen.

So verschleppen Fluten gefährliche Pflanzen in Ihren Garten

Wenn Wassermassen anschwellen, werden Pflanzenklumpen von Ufern und aus Gräben herausgerissen. Dabei nehmen sie Stängelfragmente und Wurzelstücke mit auf die Reise. Umweltspezialisten erklären: Diese Bruchstücke gelangen durch das strömende Wasser in private Gärten, auf Böschungen und brachliegende Grundstücke, wo sie sich zusammen mit Schlamm absetzen, sobald das Wasser zurückgeht.

Binnen weniger Wochen können neue Triebe sprießen. Das eigentliche Problem liegt in der erstaunlichen Überlebensfähigkeit dieser Pflanzen. Britische Forschungen zeigen: Ein winziges Stück unterirdischer Stängel, das weniger als ein Gramm wiegt, reicht völlig aus, um eine komplette Kolonie neu entstehen zu lassen. Dies trifft besonders auf den Japanischen Staudenknöterich zu, im Englischen Japanese knotweed genannt – eine der aggressivsten Invasionspflanzen des Landes, die bevorzugt an Gewässern gedeiht und von Hochwasserereignissen massiv profitiert.

Japanischer Staudenknöterich: Warum diese Pflanze Häuser bedroht

Im 19. Jahrhundert als Zierpflanze eingeführt, gilt der Japanische Staudenknöterich heute als eine der gefährlichsten nicht heimischen invasiven Pflanzen in Großbritannien. Erkennbar ist er an seinen großen, hohlen Stängeln, die an Bambus erinnern und oft purpurn gefleckt sind. Die leuchtend grünen Blätter ordnen sich im Zickzack an und haben eine spatenähnliche Form. Im Spätsommer bildet die Pflanze cremefarbene Blütentrauben aus, während sich unter der Erde ein Netzwerk aus orange-braunen Rhizomen tief in den Boden gräbt.

Einmal etabliert, bildet dieses Unkraut dichte Dickichte, die sämtliche Gartenpflanzen ersticken. Seine Wurzelausläufer dringen in kleinste Schwachstellen von Bauwerken ein. Die Rhizome können durch Risse in Terrassen, Wegen, Mauern oder Pflastersteinen brechen und dabei leichte Konstruktionen ernsthaft beschädigen. Allein die Anwesenheit dieser Pflanze kann Bauprojekte zum Stillstand bringen, Immobilienverkäufe erheblich erschweren und Sanierungsmaßnahmen erforderlich machen, die mehrere tausend Pfund kosten – entsprechend viele Euro. Die britische Gesetzgebung verbietet über das Wildlife and Countryside Act von 1981 sowie den Environmental Protection Act die unkontrollierte Ausbreitung dieser Art und stuft ihre Reste als kontrollierten Abfall ein.

Nach der Flut: So überprüfen Sie Ihren Garten richtig

Sobald das Wasser abgelaufen ist und der Boden etwas getrocknet hat, beginnt die entscheidende Phase der Wachsamkeit. Britische Gartenbesitzer werden angehalten, bestimmte Bereiche vorrangig zu kontrollieren – vor allem dort, wo sich Schwemmgut angesammelt hat. An diesen Stellen lagern sich die Rhizombruchstücke oft unbemerkt ab.

Falls Sie diese charakteristischen hohlen Stängel im Zickzackmuster in kürzlich überfluteten Zonen entdecken, gilt absolute Vorsicht: Auf keinen Fall schneiden, mit dem Grünabfall entsorgen oder die Erde umverteilen. Der Kontakt zu einem Spezialisten verhindert weitere Ausbreitung und schützt Ihr Eigentum langfristig vor kostspieligen Schäden.

Wichtigste Warnzeichen im Überblick

  • Hohle, bambusähnliche Stängel mit purpurnen Flecken
  • Spatenförmige, hellgrüne Blätter in Zickzack-Anordnung
  • Cremefarbene Blütenrispen im späteren Jahresverlauf
  • Schnelles Wachstum an Stellen mit Schlammablagerungen
  • Auftreten nach Hochwasser in vorher unbetroffenen Gartenbereichen

Die Monate nach einer Überschwemmung sind kritisch. Wer jetzt handelt und verdächtige Pflanzen fachmännisch beseitigen lässt, erspart sich später möglicherweise erhebliche Reparaturkosten und den Verlust wertvoller Gartenflächen.

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