Ein Grundnahrungsmittel unter der Lupe
Reis gehört zu den beliebtesten Lebensmitteln auf deutschen Tellern. Kein Wunder – er ist unkompliziert zuzubereiten, schont den Geldbeutel und schmeckt Groß und Klein gleichermaßen. Doch eine aktuelle Untersuchung deckt auf: Bestimmte Supermarkt-Produkte enthalten besorgniserregende Pestizidrückstände.
Was täglich auf unseren Tellern landet, verdient genauere Betrachtung. Die Ergebnisse einer umfassenden Analyse werfen einen kritischen Blick auf die Qualität handelsüblicher Reissorten.
Erschreckende Laborbefunde bei vierzig getesteten Produkten
Eine Verbraucherorganisation nahm vierzig verschiedene Reissorten aus Supermärkten unter die Lupe. Getestet wurden unterschiedliche Typen: Basmati, Langkorn, Thai-Reis und auch Camargue-Reis. Das Resultat alarmiert: Mehr als ein Drittel aller analysierten Produkte weist Pestizidrückstände auf.
Die Laboruntersuchungen identifizierten insgesamt neun verschiedene Substanzen in 15 Reispackungen. Besonders betroffen sind Basmati-Sorten, die nicht aus biologischem Anbau stammen.
Neben Pestiziden entdeckten Experten auch anorganisches Arsen und Aflatoxine. Diese Kontaminanten entstehen durch problematische Anbaumethoden und ungeeignete Lagerbedingungen. Zwar lagen die gemessenen Werte innerhalb gesetzlicher Grenzwerte, doch die Kombination mehrerer Schadstoffe im selben Produkt gibt Anlass zur Sorge.
Diese Marken schneiden am schlechtesten ab
Wenig überraschend zeigen importierte Basmati-Sorten aus Indien und Pakistan die höchsten Belastungen. Der Grund liegt in den intensiven Anbaumethoden dieser Länder. Chemische Behandlungen erfolgen dort routinemäßig – nicht nur auf dem Feld, sondern auch während des Transports und bei der Lagerung.
Die Untersuchung benennt konkret vier Produkte mit den niedrigsten Bewertungen: der Basmati Saint-Éloi von Intermarché (in Deutschland nicht erhältlich, aber vergleichbare Handelsmarken betroffen), Ben’s Original, Vivien Paille und der Basmati Penjab von Marke U. In einigen dieser Reissorten fanden sich Substanzen, die in der Europäischen Union mittlerweile verboten sind.
Mehrere der nachgewiesenen Wirkstoffe werden von Gesundheitsbehörden als potenziell krebserregend eingestuft oder stehen im Verdacht, Unfruchtbarkeit zu verursachen. Ein beunruhigender Befund für ein Alltagsprodukt.
So schützen Sie sich vor belasteten Produkten
Zum Glück gibt es auch gute Nachrichten: Nicht alle Reissorten sind gleichermaßen problematisch. Bio-Produkte schneiden durchweg besser ab und enthalten kaum messbare Pestizidrückstände. Camargue-Reis unterliegt strengeren französischen Standards und erweist sich als besonders sauber – ebenso wie ausgewählte Thai-Sorten.
Den Spitzenplatz belegt Bio-Basmati von Carrefour Extra mit einer Bewertung von 18 von 20 Punkten. Die Laboranalyse konnte keinerlei Pestizid-Rückstände nachweisen.
Einfache Tricks für sichereren Reisgenuss
Mit bewussten Entscheidungen lässt sich das Risiko deutlich minimieren. Bevorzugen Sie europäische Herkunftsländer und achten Sie auf Bio-Siegel. Spülen Sie Reis vor dem Kochen gründlich ab – dieser simple Schritt entfernt bereits viele Rückstände.
Ein weiterer wichtiger Tipp: Kochen Sie Reis stets in reichlich Wasser und gießen Sie überschüssige Flüssigkeit ab. Diese Methode reduziert problematische Substanzen zusätzlich und macht Ihr Reisgericht sicherer für die ganze Familie.









