Gartenarbeit kann unerwartete Besucher anlocken
Wenn die Temperaturen steigen und der Frühling naht, beginnt für viele die Gartensaison. Hecken werden geschnitten, Rasen gemäht und Wege gesäubert. Doch während Sie fleißig werkeln, könnten Sie unwissentlich perfekte Verstecke für Schlangen schaffen. Ein alltäglicher Gartenhelfer entpuppt sich dabei als besonders problematisch.
Warum werden Schlangen im Frühjahr aktiv?
Ab März erwachen Reptilien aus ihrer Winterruhe. Um ihren Stoffwechsel wieder in Gang zu bringen, benötigen sie Umgebungstemperaturen zwischen 25 und 30 Grad Celsius. Auf der Suche nach warmen, geschützten Plätzen durchstreifen sie gezielt Gärten.
Beliebte Rückzugsorte sind Hecken, Holzstapel, Steinmauern oder hohes Gras. In Frankreich werden jährlich knapp tausend Schlangenbisse registriert. Die meisten Zwischenfälle gehen auf das Konto von Vipern. Solche Begegnungen häufen sich, weil Hitzewellen zunehmen und natürliche Lebensräume schwinden.
Dieser harmlose Gegenstand wird zur Schlangenfalle
Kaum jemand ahnt es: Ein am Boden liegender Gartenschlauch wird schnell zum Reptilienhotel. Besonders gefährlich wird es, wenn der Schlauch zusammengerollt herumliegt. Das Material erwärmt sich in der Sonne rasant und speichert die Hitze über Stunden.
Nach dem Bewässern entsteht durch die Restfeuchtigkeit ein feucht-warmes Mikroklima direkt am Boden. Schlangen sind wechselwarm – sie können ihre Körpertemperatur nicht selbst regulieren und sind auf externe Wärmequellen angewiesen. Genau deshalb ziehen solche Verstecke sie magisch an.
Bevor Sie künftig nach einem im Gras oder neben dem Blumenbeet liegenden Schlauch greifen, sollten Sie gründlich überprüfen, ob sich darin ein ungebetener Gast eingenistet hat.
Diese weiteren Gartengegenstände bieten Unterschlupf
Der Wasserschlauch steht nicht allein auf der Liste problematischer Objekte. Dunkle Planen, Metallplatten und Faserzementplatten absorbieren ebenfalls Sonnenwärme und schaffen schattige Schutzräume darunter.
Um das Risiko unliebsamer Schlangenbesuche zu minimieren, sollten Sie diese Materialien anders lagern. Stellen Sie Platten aufrecht, damit sich darunter nichts verkriechen kann. Lagern Sie Planen erhöht und bewahren Sie Werkzeuge auf Paletten auf.
Durch diese einfachen Maßnahmen verringern Sie die Anzahl potenzieller Verstecke erheblich. Ein aufgeräumter Garten mit weniger Durcheinander bedeutet deutlich weniger Schlupfwinkel für sonnenhungrige Reptilien.










