Seltener Wintergast: Dieser prächtige Vogel erobert deutsche Gärten 2025

Ungewöhnlicher Besuch aus dem hohen Norden

Ein außergewöhnlicher gefederter Gast könnte diesen Winter Ihren Garten besuchen. Normalerweise in unseren Breiten selten anzutreffen, zeigt sich dieser spektakuläre Vogel momentan überraschend häufig. Die große Vogelzählung am Wochenende bietet die perfekte Gelegenheit, ihn zu entdecken.

Wer aufmerksam hinschaut, darf sich auf eine besondere Begegnung freuen. Diese Wintergäste aus Skandinavien bringen nicht nur Farbe in graue Januartage – sie erzählen auch eine faszinierende Geschichte über Klimaveränderungen und Zugverhalten.

Jährliche Vogelzählung im Januar mobilisiert Naturfreunde

Die Liga für Vogelschutz ruft jeden Januar zur großen Vogelzählung auf – eine Bürgerwissenschafts-Initiative, die jeder unterstützen kann. Das Ziel? Die gefiederten Bewohner unseres Landes systematisch erfassen und ihre Wanderbewegungen verstehen.

Tatsächlich finden zwei Zählungen pro Jahr statt: eine winterliche im Januar und eine weitere im Mai. Die Winterzählung 2025 brachte beeindruckende Ergebnisse – über 500.000 Vögel wurden dokumentiert. Meisen, Rotkehlchen, Amseln und Spatzen führen traditionell die Liste an.

Doch dieses Jahr gibt es einen überraschenden Kandidaten. Ein normalerweise äußerst seltener Besucher zeigt sich deutlich häufiger als in vergangenen Jahren.

Bergfink erobert deutsche Gärten – die Zahlen sprechen Bände

Die ungewöhnlich niedrigen Temperaturen dieses Winters treiben manche Vogelarten zu außergewöhnlichen Wanderungen. Der Bergfink ist so ein Fall – ein nordischer Vogel, der normalerweise skandinavische Gefilde bevorzugt.

Sein Erkennungsmerkmal? Eine leuchtend orange Brust und Schultern, kontrastiert durch schwarz-weiße Flügel. Die Männchen tragen zusätzlich einen markanten schwarzen Kopf, der im Winter dezent gefleckt erscheint.

Marjorie Poitevin, Koordinatorin des Gartenvogelbeobachtungs-Programms, liefert erstaunliche Fakten: „Seit Winterbeginn haben wir doppelt so viele Bergfinken registriert wie im Vorjahreszeitraum„. Diese hungrigen Zugvögel suchen südlichere Gefilde auf, um ihre Nahrungsvorräte zu sichern.

Ihre Vorliebe? Bodennah nach Futter suchen, besonders nach Sonnenblumenkernen. Wer diese anbietet, erhöht seine Chancen auf einen Besuch erheblich.

So beteiligen Sie sich am Wochenende an der Vogelzählung

Im Gegensatz zur Mai-Zählung zeigen sich Vögel im Winter deutlich offener. Während der Brutzeit im Frühling verhalten sie sich zurückhaltend und versteckt. Januarvögel dagegen müssen aktiv nach Nahrung suchen – was sie sichtbarer macht.

Die diesjährige Zählung findet am 24. und 25. Januar statt. Die Teilnahme ist kinderleicht: Wählen Sie einen Beobachtungsplatz – Garten, Park oder Balkon funktionieren alle hervorragend.

Ausrüstung? Lediglich Papier und Stift werden benötigt. Notieren Sie systematisch, welche Vogelarten Sie sehen und wie viele Exemplare. Anschließend übermitteln Sie Ihre Beobachtungen – fertig ist Ihr Beitrag zur Wissenschaft!

Ihre Daten helfen Forschern, Populationstrends zu erkennen und Schutzmaßnahmen gezielt zu planen. Jede Meldung zählt – selbst wenn Sie nur wenige Vögel beobachten.

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