Ein einfacher Handgriff verhindert Monate voller Enttäuschung
Die Tage werden länger, die Sonne wärmt sanft – und plötzlich juckt es allen Hobbygärtnern in den Fingern. Der März lockt mit milderen Temperaturen, und schon wandern Samentütchen und Gartenwerkzeug nach draußen. Doch genau hier lauert eine heimtückische Falle, vor der Monty Don eindringlich warnt.
Der 70-jährige BBC-Star und Moderator von Gardeners‘ World pflegt nicht nur seinen legendären Garten Longmeadow, sondern auch einen Ruf für klare Worte. Seine zentrale Botschaft: Der März täuscht. Frost, Regen und Sonnenschein wechseln sich ab wie in einem Kaleidoskop. Wer sich blind auf den Kalender verlässt, riskiert eine verpatzte Saison. Stattdessen gibt es ein einziges Warnsignal, das Sie mit bloßen Händen in Sekunden erkennen können.
Das entscheidende Zeichen: Wenn Ihr Boden noch nicht bereit ist
In seiner Kolumne bringt Monty Don es auf den Punkt: „Wenn Ihr Boden bereit ist, dann ist der März eine gute Zeit zum Pflanzen und Umsetzen. Aber ‚bereit‘ bedeutet vor allem: warm genug“, schrieb er im Magazin Gardeners‘ World, wie Express berichtete. Nicht die Lufttemperatur zählt, nicht das Datum – sondern die tatsächliche Bodentemperatur.
Sein Test ist verblüffend simpel: „Der einzige Weg, das herauszufinden, ist durch Berührung. Nehmen Sie eine Handvoll Erde. Fühlt sie sich kalt und feucht auf der Haut an, werden Samen nicht keimen und Wurzeln nicht wachsen. Fühlt sie sich warm an, hält beim Zusammendrücken zusammen und lässt sich leicht zerbröseln – dann ist sie ideal“, erklärt der Gartenprofi. Diese wenigen Sekunden entscheiden über Erfolg oder Misserfolg der kommenden Monate.
So wenden Sie Monty Dons Bodentest richtig an
Die Durchführung könnte einfacher nicht sein: Entnehmen Sie Erde aus der Tiefe, in der Sie säen möchten. Schließen Sie die Faust. Spüren Sie genau hin. Doch Vorsicht – dieser Check muss wiederholt werden, denn wie Don auf seiner Website schreibt: „Der März ändert sich von Tag zu Tag, manchmal von Stunde zu Stunde. Wir haben oft Schnee, Frost, Wind, Regen und warme Sonne – und immer Narzissen, Blüten, Schachblumen, austreibende Hecken und wachsendes Gras.“ Der Boden reagiert träger als die Luft.
Bleibt die Erdprobe kalt, schmierig, klebt sie an den Fingern? Dann lautet das Urteil glasklar: Vergessen Sie jede Direktsaat. „Säen Sie Samen unter Schutz aus – Kohl, Salat, Sellerie, Rote Bete, Tomaten. Säen Sie nichts im Freien aus, wenn sich der Boden kalt anfühlt“, rät Monty Don unmissverständlich. Nutzen Sie die Zeit stattdessen zur Bodenverbesserung und warten Sie auf das eindeutige Signal der Erde selbst.
Grünes Licht vom Boden: Diese Pflanzen dürfen jetzt raus
Sobald die Erde warm und krümelig zwischen Ihren Fingern liegt, startet die eigentliche Gartensaison. „Ist der Boden warm und trocken genug, säen Sie Ackerbohnen, Rote Bete, Rucola, Spinat, Mizuna, Pastinaken, Radieschen und Wintersalat aus“, empfiehlt der Experte. Im März teilt er außerdem gerne mehrjährige Stauden und pflanzt die „kräftigeren äußeren Teile“ neu ein – ein Ritual, das er „alle drei bis fünf Jahre“ wiederholt.
Damit der Saisonstart nicht zur Enttäuschung wird, hämmert Monty Don eine zentrale Wahrheit ein: „Bereiten Sie jetzt vor, sonst holt die Saison den Rückstand nie mehr auf.“ Sein Aktionsplan besteht aus wenigen, aber wirkungsvollen Schritten:
- Wettervorhersage prüfen und Spätfrostrisiko beachten
- Bodentest an mehreren Stellen im Garten durchführen
- Bei kalter Erde: nur geschützte Aussaat und Bodenvorbereitung
- Bei warmer, krümeliger Erde: Freilandsaat und März-Pflanzungen starten
Ein einziger Handgriff trennt erfolgreiche Gärtner von frustrierten. Nehmen Sie sich die fünf Sekunden Zeit – Ihre Pflanzen werden es Ihnen monatelang danken. Der Boden lügt nicht, der Kalender schon.










