5 Gemüsesorten jetzt pflanzen und bis Sommer hunderte Euro sparen – doch kaum jemand macht es

Warum die Gemüsepreise explodieren und der eigene Anbau die Lösung ist

Die Kassenzettel im Supermarkt werden immer länger, besonders bei frischem Gemüse. Im Vereinigten Königreich schossen die Preise für Lebensmittel und alkoholfreie Getränke zwischen Januar 2022 und Januar 2024 um sage und schreibe 25 Prozent nach oben. Allein im letzten Jahr kam noch mal eine Steigerung von 7 Prozent dazu, wie offizielle Statistiken belegen. Immer mehr Familien entdecken deshalb Balkon und Garten als erweiterte Vorratskammer.

Die französische Agentur FranceAgriMer hat eindrucksvolle Zahlen ermittelt: Ein durchschnittlicher Haushalt gibt jährlich rund 500 Euro für etwa 200 Kilogramm Obst und Gemüse aus. Wer hingegen einen eigenen Gemüsegarten betreibt, kommt mit nur 63 Euro pro Jahr aus. Selbst auf nur einem Quadratmeter lassen sich bereits bis zu 2 Kilogramm ernten. Mit den richtigen Gemüsesorten zum sofortigen Pflanzen können Sie Ihre Einkaufsrechnung bis zum Sommer erheblich drücken.

Das Geheimnis der rentabelsten Gemüsesorten für Ihren Garten

Clevere Hobbygärtner kopieren nicht das Supermarktsortiment. Sie setzen auf sogenannte „Cash-Crops“: Gemüse, das im Laden teuer ist, aber auf kleiner Fläche enorm produktiv wächst. Die Royal Horticultural Society spricht bei bestimmten Kulturen von einer Rendite von über 1.500 Prozent im Vergleich zum Ladenkauf. Das ist das komplette Gegenteil von Kartoffeln oder Zwiebeln, die ohnehin schon günstig verkauft werden.

Ein besonders einleuchtendes Beispiel sind verzehrfertige Salate. Eine Tüte junger Blätter kostet oft um die 1,50 Euro und welkt schnell dahin. Eine Packung Pflücksalat-Samen für 1 bis 3 Euro hingegen ermöglicht den ganzen Sommer über Ernten im Gegenwert von über 100 Euro. Gartenratgeber weisen zudem darauf hin, dass diese Salate innerhalb von 48 Stunden bis zu 50 Prozent ihrer Nährstoffe verlieren können. Frisch gepflückt sind sie praktisch ein Luxusprodukt für wenige Cent.

Diese 5 Gemüsesorten jetzt aussäen und die Haushaltskasse entlasten

Ganz vorne stehen Pflücksalate: Säen Sie sie in Kästen oder direkt ins Beet, alle 10 bis 15 Tage eine kleine Portion. Schon drei bis vier Wochen später schneiden Sie täglich frische Blätter und ersetzen damit direkt die teuren Salatmischungen aus dem Supermarkt. Die Zucchini ist der zweite Renditebringer: Eine Pflanze liefert oft 3 bis 4 Früchte pro Woche über Monate hinweg – dutzende Stück für eine einzige Pflanze, die nur wenige Euro kostet.

Stangenbohnen bringen 2 bis 3 Kilogramm Schoten pro Pflanze und klettern dabei platzsparend an einem Rankgerüst nach oben. Dann kommen Cocktailtomaten, die zu den teuersten Gemüsesorten pro Kilo in der Schale gehören. Eine einzige gut gepflegte Pflanze kann 4 bis 5 Kilogramm Früchte liefern, besonders wenn Sie sie bei 20 Grad vorziehen und dann in voller Sonne platzieren, ob im Topf oder im Beet.

Für Blattgemüse ersetzt das Duo Grünkohl und bunter Mangold vorteilhaft die Tüten mit Spinat oder Premium-Jungblättern: Wenige Pflanzen in einem Blumenkasten oder am Beetrand bescheren Ihnen Blatt-für-Blatt-Ernten von Hochsommer bis Herbst.

Blitz-Anleitung für den Anti-Inflation-Minigarten

Auf etwa 4 Quadratmetern kombinieren Sie eine Reihe Pflücksalat, eine Zucchinipflanze, ein Rankgerüst für Stangenbohnen, zwei Cocktailtomatenpflanzen und einen schmalen Streifen mit Grünkohl und Mangold. Auf dem Balkon funktioniert dasselbe Prinzip: ein großer Topf für die Zucchini, zwei für die Tomaten, ein tiefer Kasten für den Salat, ein Pflanzsack für die Bohnen und eine Kiste für das Blattgemüse. Die Anfangsinvestition bleibt meist deutlich unter den 63 Euro jährlich, die für einen durchschnittlichen Gemüsegarten ermittelt wurden. Sie beschränkt sich auf Saatgut, einige Jungpflanzen und etwas Erde – zumal selbst gemachter Kompost und Mulch die Ausgaben weiter senken.

Um die Ersparnisse über den Sommer hinaus zu verlängern, frieren Sie einfach Bohnen und Zucchinischeiben ein, verarbeiten Tomaten zu Püree oder Suppe und blanchieren Grünkohl sowie Mangold vor dem Einfrieren. Manche gehen noch weiter und orientieren sich an handwerklichen Konservierungsmethoden. „Man hat uns gesagt, es würde drei Jahre dauern, bis es funktioniert, und genau so scheint es zu sein“, berichten Hugo Frédérich und Maxence Lorencki, Gründer von La Jovinienne, bevor sie ergänzen: „Wir sind sehr glücklich, ihn erhalten zu haben“, wie L’Yonne Républicaine über ihre Auszeichnung berichtete. Im Haushalt ermöglichen Einmachgläser und Gefriertruhe, die Gartenernte zu strecken und die Lebensmittelrechnung noch Monate nach der ersten Aussaat zu reduzieren.

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