Warum gerade jetzt der perfekte Moment ist
Ende März kribbelt es bereits in den Fingern, die Erde zu bearbeiten. Doch der Boden bleibt kühl, die Nächte frostig. Genau in dieser Übergangsphase entscheidet sich der Erfolg sommerlicher Beete: In dieser einen Woche werden die Stauden gesetzt, die den Garten monatelang in Szene setzen.
Eine amerikanische Staude aus der Familie der Korbblütler sticht dabei besonders hervor: der Sonnenhut, botanisch Echinacea purpurea. Diese imposante Blume mit charakteristischem Kegel erreicht eine Höhe von 0,8 bis 1,2 Metern bei einer Breite von 40 bis 60 Zentimetern und blüht durchgehend von Juni bis September. Das Zeitfenster für die Pflanzung schließt sich allerdings rasend schnell.
Deshalb sollten Sie sofort handeln
Der Gartenspezialist Ish, der seine Expertise auf TikTok teilt und vom britischen Medium Express zitiert wird, fasst den Vorteil dieser Blume zusammen: „Heute bringe ich Höhe und spektakuläre Wirkung in meine Beete mit Sonnenhüten. Ob in voller Sonne oder im Halbschatten – Sonnenhüte gedeihen absolut prächtig und können bis zu einem Meter hochwachsen.“
Seine Empfehlung geht weiter: „Setzen Sie sie an einen Standort mit gut durchlässigem Boden, und sie werden kontinuierlich gedeihen und Ihnen über alle Jahreszeiten hinweg eine Farbexplosion bescheren.“ Für eine besonders beeindruckende Wirkung setzt er auf wurzelnackte Pflanzen, die er als „wirtschaftlich“ bezeichnet. „Sie sehen aus wie winzige Wurzeln mit einem kleinen Fortsatz oben. Achten Sie unbedingt darauf, dass dieser spitze Teil nach oben zeigt – das ist der entscheidende Punkt. Idealerweise pflanzen Sie sie etwa zehn Zentimeter unter der Erdoberfläche. Breiten Sie die Wurzeln aus, legen Sie sie in die Erde und bedecken Sie sie einfach“, erklärt Ish detailliert.
Der ideale Pflanzzeitpunkt im Garten
Im gemäßigten mitteleuropäischen Klima lautet die beste Antwort auf die Frage wann Sonnenhut pflanzen: mitten im Frühling, von März bis April, unmittelbar nach den letzten Frösten. Fachleute empfehlen sogar speziell Ende März und Anfang April für wurzelnackte Exemplare, sobald sich der Boden zu erwärmen beginnt, aber noch nicht ausgetrocknet ist.
Nach dieser Woche können Sie noch bis Juni getopfte Sonnenhüte einsetzen, besonders in milden Regionen. Die Anwachsphase erfordert dann jedoch mehr Bewässerung und Mulch zum Schutz der Jungpflanzen vor Hitze. In mediterranem Klima bevorzugen viele Gärtner die Herbstpflanzung zwischen September und Oktober, wenn der Boden noch warm, aber bereits feucht ist.
Schritt-für-Schritt-Anleitung zur erfolgreichen Pflanzung
Für erfolgreiches Anwachsen wählen Sie einen Standort in voller Sonne oder leichtem Halbschatten mit gut durchlässigem Boden. Der Sonnenhut ist eine winterharte Bienenweide, die von Bienen sehr geschätzt wird und Temperaturen bis etwa -20 °C verträgt, sofern die Wurzeln im Winter nicht im Wasser stehen.
Bei wurzelnackten Pflanzen erfolgt die Pflanzung in drei Schritten:
- Großzügiges Loch ausheben, Boden auflockern und den Grund anreichern.
- Wurzeln ausbreiten, die spitze Knospe nach oben gerichtet in 10 Zentimetern Tiefe platzieren.
- Zudecken, andrücken, gießen und anschließend mulchen.
Bei Topfpflanzen setzen Sie den Sonnenhut auf Bodenhöhe, halten einen Abstand von 30 bis 40 Zentimetern ein und bewässern im ersten Sommer reichlich: Um den Rest kümmern sich dann die Bestäuber von selbst.










