Eichhörnchen im Februar: Warum Sie diesen hungrigen Gartengast nicht vertreiben sollten

Der überraschende Grund, warum Eichhörnchen im Februar besonders schutzbedürftig sind

Wenn ein rotes Eichhörnchen zum Vogelhäuschen springt oder zwischen den Blumenzwiebeln herumwühlt, reagieren viele Gartenbesitzer genervt. Doch Wildtier-Experten appellieren gerade im Februar zu einem Umdenken – für diese kleinen Nager kann dieser Monat zur echten Überlebensprobe werden.

Obwohl sie häufig als Schädlinge abgestempelt werden, erfüllen Eichhörnchen eine zentrale Aufgabe im Gartenökosystem. Sie verbreiten Samen und Nüsse, was besonders in städtischen Bereichen wichtig ist. Das rote Eichhörnchen steht unter Teilschutz und darf nicht in Gefangenschaft gehalten werden. Während der Wintermonate schwinden ihre Vorräte rapide, die Kälte macht ihnen zu schaffen – stellt sich die Frage: Sollten wir sie füttern, und wenn ja, wie?

Warum gerade der Februar für Garteneichhörnchen zur härtesten Zeit wird

Anders als viele kleine Säugetiere halten Eichhörnchen keinen echten Winterschlaf. Sie verfallen in eine Winterruhe und verlassen ihr Nest täglich nur für wenige Stunden, um versteckte Nahrung aufzuspüren, bevor sie zurückkehren.

„Eichhörnchen sind wunderbare Gartenbegleiter, besonders im Herbst. Man kann sie gut beobachten, wie sie von Baum zu Baum huschen und nach Futter suchen. Der Grund für ihre intensive Nahrungssuche ist der nahende Winter. Da Eichhörnchen nicht hibernieren, sondern in eine leichtere Schlafphase namens Torpor eintreten, müssen sie energiereiche Nahrung ansammeln, um die kälteren Monate zu überstehen“, erklärt das Fachportal Plantura.

Gegen Ende des Winters sind die meisten versteckten Vorräte an Nüssen, Eicheln und Samen aufgebraucht oder unter Schnee verloren gegangen. Weibchen paaren sich bereits ab Januar und können im Februar schon trächtig sein oder säugen, was ihren Energiebedarf in Parks und Gärten zusätzlich erhöht.

So helfen Eichhörnchen der Artenvielfalt in Ihrem Garten

Wenn ein Eichhörnchen eine Haselnuss vergräbt und vergisst, pflanzt es unbewusst zukünftige Bäume. Einige dieser vergessenen Schätze werden zu jungen Trieben in Hecken oder am Zaunrand.

„Ein Walnussbaum (Juglans regia) oder ein gewöhnlicher Haselstrauch (Corylus avellana) im Garten hilft diesen kleinen Geschöpfen, ihre Nahrungsvorräte aufzufüllen.“ Diese Gehölze liefern natürliche Nahrung und spenden gleichzeitig Schatten und Struktur.

Dieses Versteck-Verhalten trägt zur spontanen Regeneration von Grünflächen bei und lockt außerdem Vögel sowie Insekten an. Der Verzicht auf Pestizide und Unkrautvernichter in Bereichen, wo sie nach Nahrung suchen, fördert diese Artenvielfalt enorm. Gelegentlich graben Eichhörnchen mal eine Blumenzwiebel aus oder knabbern an Jungpflanzen – leichte Schutznetze oder dickeres Mulchen rund um die Beete genügen meist, um solche Schäden zu begrenzen, ohne die Tiere zu vertreiben.

Was Sie Eichhörnchen füttern sollten und wie das Zusammenleben gelingt

Fachleute empfehlen, Eichhörnchen im Winter zu füttern, wenn der Boden gefroren oder schneebedeckt ist. Am besten in dosierten Portionen über ein spezielles Eichhörnchen-Futterhaus. Geeignet sind Haselnüsse, Walnüsse, Eicheln, Sonnenblumenkerne, Apfelstücke oder Karottenstücke – alles ungesalzen.

„Eichhörnchen in Ihrem Garten können unterhaltsam sein, aber sie können Vogelhäuschen beschädigen. Stellen Sie ihnen ihr eigenes Eichhörnchenfutter in einem separaten Futterhaus bereit, um Konflikte zu vermeiden. So können Eichhörnchen und Vögel friedlich nebeneinander existieren“, betont Birdfood.co.uk.

Vermeiden Sie Essensreste, zuckerhaltige Lebensmittel und direkten Kontakt. Sobald der Frühling naht, sollten Sie die Fütterung schrittweise einstellen.

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