Diese blaue Blume wurde zur „Pflanze des Jahrhunderts“ gekürt – ein pflegeleichter Blütenteppich, der alles übertrifft

Die überraschende Wahl: Eine blaue Staude erobert die Gartenwelt

Denken wir an Frühlingsgärten, fallen uns sofort Tulpen, Narzissen oder Azaleen ein, die Beete in leuchtenden Farben erstrahlen lassen. Doch eine andere Blume, die vielen Hobbygärtnern noch unbekannt ist, erhielt von britischen Gartenexperten den Titel „Pflanze des Jahrhunderts“. Ihre zartblauen Blüten bilden den ganzen Sommer über eine leichte Wolke – und das Beste: Sie bleibt prächtig, ohne dass man sich großartig um sie kümmern muss.

Dieser stille Star ist eine mehrjährige Storchschnabel-Hybride mit bescheidenem Auftreten, aber unermüdlichem Charakter. Mehrfach ausgezeichnet von der Royal Horticultural Society, bekam sie 2013 auf der Chelsea Flower Show den Titel „Pflanze des Jahrhunderts“ für ihre außergewöhnliche Blütenfülle und Widerstandsfähigkeit. In diesem Frühjahr kann der Storchschnabel Rozanne eine einfache Gartenecke oder einen Balkon in einen dauerhaften blau-violetten Teppich verwandeln.

Storchschnabel Rozanne – die Jahrhundertpflanze mit lavendelblauen Blüten

Mit den roten Balkonpelargonien, die oft fälschlicherweise als Geranien bezeichnet werden, hat diese Pflanze nichts gemein. Der Storchschnabel Rozanne ist ein echter mehrjähriger Storchschnabel, der das ganze Jahr über im Boden bleibt. Er bildet einen lockeren Horst von 30 bis 50 Zentimetern Höhe und etwa 50 Zentimetern Breite, der sich schnell mit lavendelblauen Blüten mit hellerem Zentrum bedeckt – von Mai bis zu den ersten Frösten.

Seine Erfolgsbilanz beeindruckt Kenner: Gartenbau-Auszeichnung 2006, „Pflanze des Jahres“ 2008, dann „Pflanze des Jahrhunderts“ 2013 bei der berühmten Chelsea Flower Show der Royal Horticultural Society. Diese kleine bodendeckende Staude gedeiht gleichermaßen in Rabatten, Beeten, Steingärten oder Balkonkästen, wo ihre Blütezeit von Mai bis Oktober einen sehr leuchtenden blauen Kisseneffekt erzeugt.

Eine winterharte Staude mit minimaler Pflege für den Frühling

Im Familiengarten liegt ihre Hauptstärke in ihrer Robustheit. Diese Staude verträgt Kälte bis etwa -16 °C, einige Quellen nennen sogar -20 °C, ohne besonderen Schutz. Sie liebt die Sonne, akzeptiert aber Halbschatten und etwas weniger helle Standorte. Ihr genügt ein gut durchlässiger Boden, um Staunässe zu vermeiden, danach toleriert sie leicht austrocknende Erde, sobald sie gut eingewachsen ist.

Was die Pflege betrifft, beschränkt sich das Programm auf wenige einfache Handgriffe. Regelmäßiges Gießen in den ersten Wochen nach der Pflanzung, eine leichte Mulchschicht zur Frischhaltung und eine Kompost- oder Storchschnabel-Düngergabe im Frühjahr genügen normalerweise. Die sterilen Blüten müssen nicht abgeschnitten werden, sie erneuern sich von selbst. Man entfernt lediglich trockene Blätter am Ende des Winters und teilt den Horst alle drei bis vier Jahre.

Wann und wie pflanzt man Storchschnabel Rozanne im Garten oder auf dem Balkon

Die beste Pflanzzeit bleibt das Frühjahr, von März bis April, oder der Herbst im September-Oktober, damit die Wurzeln sich vor großer Hitze etablieren können. Im Freiland gräbt man ein Loch, das doppelt so breit ist wie der Wurzelballen, gibt eine Schicht Kies oder Tonkugeln für die Drainage auf den Boden, mischt dann Gartenerde und Pflanzerde, bevor man großzügig gießt.

Auf einem Balkon funktioniert die Kübelkultur sehr gut, wenn der Behälter Löcher hat und tief genug ist. Eine Drainageschicht am Boden, gute Pflanzerde, dann häufigeres Gießen im Sommer, wobei die Oberfläche zwischen zwei Wassergaben leicht abtrocknen sollte. Im Beet setzt man die Pflanzen mit 40 bis 50 Zentimetern Abstand, damit sie schnell einen blauen Bodendecker bilden. Dieser Storchschnabel begleitet wunderbar Rosen, Ziergräser oder weiße und rosa Stauden für ein pflegeleichtes Gesamtbild.

Warum diese Staude alle anderen übertrumpft

Was den Storchschnabel Rozanne von gewöhnlichen Gartenblumen unterscheidet, ist seine bemerkenswerte Kombination aus Schönheit und Genügsamkeit. Während viele Prachtstauden ständige Aufmerksamkeit fordern, entwickelt sich diese Pflanze fast eigenständig zu einem Blickfang. Ihre kontinuierliche Blüte über fünf Monate hinweg setzt Maßstäbe, die nur wenige andere Stauden erreichen.

Die zartblauen Blüten harmonieren perfekt mit nahezu jeder Gartenfarbpalette. Ob neben pastellfarbenen Rosen, leuchtend gelben Taglilien oder silbrigem Laub – dieser Storchschnabel fügt sich mühelos ein und hebt gleichzeitig benachbarte Pflanzen hervor. Seine ausladende Wuchsform unterdrückt zudem Unkraut auf natürliche Weise, was die Gartenarbeit erheblich erleichtert.

Praktische Tipps für maximale Blütenpracht

Um das volle Potenzial dieser Ausnahmepflanze auszuschöpfen, lohnen sich einige bewährte Kniffe. Ein sonniger bis halbschattiger Standort fördert die reichste Blüte, wobei in heißen Regionen leichter Nachmittagsschatten vorteilhaft sein kann. Der Boden sollte humusreich, aber keinesfalls verdichtet sein – eine Handvoll Sand bei schweren Böden wirkt Wunder.

Im Topf zeigt sich Rozanne besonders dankbar für wöchentliche Flüssigdüngergaben während der Hauptblütezeit. In Gartenbeeten genügt eine Kompostschicht im zeitigen Frühjahr. Obwohl die Pflanze Trockenheit verträgt, belohnt sie regelmäßige Wassergaben in heißen Sommerwochen mit noch üppigerer Blütenfülle. Ein Rückschnitt ist unnötig, doch wer verwelkte Triebe im Herbst entfernt, fördert einen kompakteren Neuaustrieb im Folgejahr.

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