Der Februar als Wendepunkt für Ihren Garten
Während der Garten im Februar noch in Winterruhe zu verharren scheint, erwacht die Erde bereits aus ihrem Schlaf. Viele Hobbygärtner fragen sich in dieser Zeit, welche Maßnahmen jetzt sinnvoll sind, um einen beeindruckenden Frühling vorzubereiten – ohne sich dabei unnötige Arbeit aufzuhalsen.
Gartenexpertin und Autorin Sarah Raven beschreibt diese Phase als wegweisend. Ihre Einschätzung: Der Februar markiert einen vielversprechenden Moment im Gartenjahr, denn die Böden beginnen sich zu erwärmen und die Tage werden merklich länger.
Natürliche Gartengestaltung steht im Mittelpunkt
Landschaftsarchitekt Gary Newell betont einen wichtigen Trend: „Angesichts des wachsenden Fokus auf Nachhaltigkeit bietet diese Saison eine hervorragende Gelegenheit, einen biodiversen Gartenstil zu etablieren – optisch ansprechend und ökologisch wertvoll zugleich.“
Sein Konzept basiert auf einem einfachen Prinzip: Die richtigen Pflanzen an den passenden Standorten platzieren, um selbsterhaltende Pflanzengemeinschaften zu schaffen, in denen alles harmonisch zusammenwirkt – ganz wie die Natur es vorgesehen hat.
Frühlingsblüher richtig behandeln
In den Beeten beginnt alles mit den frühen Zwiebelpflanzen. Sarah Raven gibt einen praktischen Hinweis zu Schneeglöckchen: Es sei normal, im ersten Jahr einige Exemplare zu verlieren. Betrachten Sie dies als langfristige Investition für die kommende Saison.
Für optimale Ergebnisse empfiehlt sie, die Horste im grünen Zustand zu teilen und neu einzusetzen – direkt nach der Blüte, bevor das Laub gelb wird.
Rosen jetzt optimal pflanzen
Der Februar eignet sich ausgezeichnet für das Setzen wurzelnackter Rosen. Um das Anwachsen zu sichern, rät Sarah Raven zum Einweichen der Wurzeln über mehrere Stunden.
Ihr Geheimtipp: „Für einen bestmöglichen Start tauchen Sie die feuchten Wurzeln in Mykorrhiza-Pilze. Diese Pilze funktionieren wie ein zusätzliches Wurzelsystem und versorgen die Rosen mit weiteren Nährstoffen, sodass sie sich schneller etablieren können.“
Durch durchdachte und dichte Pflanzung entsteht ein Gartenbereich, der sowohl attraktiv aussieht als auch im Einklang mit der Natur funktioniert.
Staudenbegleitpflanzen für weniger Pflegeaufwand
Gary Newell empfiehlt, rund um die Rosen eine Basis aus Stauden anzulegen. Geeignete Kandidaten sind Lupinus ‚Masterpiece‘, Salvia nemorosa ‚Amethyst‘ oder Digitalis purpurea ‚Sutton’s Apricot‘.
An Boden und Lichtverhältnisse angepasst, bilden diese Gewächse einen dauerhaften Teppich. Der Vorteil: deutlich weniger Gießbedarf, Düngung und Unkrautjäten im Vergleich zu herkömmlichen Rabatten.
Nutzgarten vorbereiten: Erdbeeren und Kartoffeln
Im Gemüsegarten setzt Gary Newell auf unkomplizierte und ertragreiche Kulturen. Bei Erdbeerpflanzen lautet sein Rat: Wurzelnackte Exemplare vor dem Setzen ins Wasser stellen und anschließend mit Stroh umgeben – dies schützt den Boden und verhindert Fäulnis.
Für Kartoffeln, die in unseren Breiten idealerweise ab Mitte März gepflanzt werden, erklärt er das Vorgehen: In nährstoffreichen, gut kompostierten Boden setzen. Sobald die ersten Triebe erscheinen, Erde zwischen den Reihen anhäufeln, um sie zu bedecken.
Diese Technik schützt die Kartoffeln vor Frostschäden und fördert eine reichere Ernte in den kommenden Monaten.










