Massive Wetterwarnung erfasst fast 80 deutsche Regionen am Dienstag
Warnstufen schießen ins Rote, Flüsse schwellen durch ununterbrochenen Regen an, schwerer Schnee lastet auf Bergregionen: An diesem Dienstag, dem 17. Februar 2026, fegt Sturmtief Nils weiter über Frankreich hinweg. Zwischen Hochwasser, Lawinengefahr und gefährlichen Schnee-Eis-Episoden wird der Alltag zahlreicher Menschen vom Atlantikküstenstreifen bis zu den Alpengipfeln massiv beeinträchtigt.
Angesichts dieser bedrohlichen Wetterlage hält Météo-France eine großflächige Unwetterwarnung aufrecht: Knapp 80 Departements stehen unter Beobachtung. Darunter befinden sich 3 auf höchster Alarmstufe Rot wegen Überschwemmungen, 14 auf Orange wegen Hochwasser oder Lawinenrisiko und über 60 auf Gelb für verschiedene Gefahrenlagen. Ein Tag unter strengster Überwachung, an dem jede Region mit ihren eigenen spezifischen Risiken konfrontiert ist.
Wetterkarte zeigt dramatisches Bild der Gefahrenzonen vom 17. Februar
Die aktuelle Warnkarte offenbart den Westen und Südwesten als am stärksten von Hochwasser betroffene Gebiete. Maine-et-Loire, Gironde und Lot-et-Garonne verbleiben auf roter Alarmstufe wegen schwerer Überflutungen. Gleichzeitig stehen elf Nachbardepartements – von Sarthe über Charente-Maritime bis Dordogne und Landes – auf Orange wegen erheblicher Überschwemmungsgefahr. In den Nordalpen wurden Haute-Savoie, Savoie und Isère auf Lawinenwarnstufe Orange hochgestuft.
Mehr als 60 weitere Departements bleiben auf gelber Warnstufe für Hochwasser, Schnee-Eis-Glätte, Sturmböen oder Lawinen. Die Pyrenäen sowie mehrere Alpenregionen zeigen erhöhtes, wenn auch geringeres Lawinenrisiko. Schnee und Eisglätte erstrecken sich vom Jura bis zu den Hautes-Alpes – in Chamonix wurden heute Morgen beispielsweise -9 °C gemessen mit gefühlten -19 °C. Entlang zahlreicher Flussläufe drohen lokale Überschwemmungen, besonders in Hauts-de-France, Grand Est und der innerfranzösischen Bretagne.
Höchste Alarmstufe Rot und Orange – Diese Regionen kämpfen mit extremem Hochwasser
Auf roter Warnstufe stehen Maine-et-Loire, Gironde und Lot-et-Garonne einer massiven Hochwassergefahr gegenüber. An der Loire erwartet Vigicrues einen Pegelstand von etwa 5,9 Metern bei Angers Basse Chaîne – eine schwere Überschwemmung mit weitreichenden Überflutungen der niedrig gelegenen Täler um Angers und der Loire bei Saumur, wie CNews unter Berufung auf offizielle Daten berichtet. An der Garonne in Gironde und bei Marmande verharren die Wasserstände auf gefährlich hohem Niveau. In den Nordalpen gilt für Haute-Savoie, Savoie und Isère Lawinenwarnstufe Orange. Météo-France, zitiert von Franceinfo, warnt: „Nach der relativen Wetterberuhigung am Montagnachmittag erwarten wir für den späten Montag und die folgende Nacht in den meisten Gebieten von Haute-Savoie, Savoie und Isère weitere 20 bis 30 Zentimeter Neuschnee oberhalb von 1.500 bis 2.000 Metern, stellenweise sogar bis zu 50 Zentimeter.“
Elf westliche Departements stehen auf orangener Hochwasserwarnung. Vollgesogene Böden und wiederkehrender Regen führen zu mäßigen Überflutungen an Loire, Charente oder Dordogne, wobei bereits Störungen auf einigen Straßen- und Bahnverbindungen auftreten.
- Sarthe
- Loire-Atlantique
- Charente
- Vendée
- Tarn-et-Garonne
- Indre-et-Loire
- Dordogne
- Corrèze
- Charente-Maritime
- Landes
- Ille-et-Vilaine
Gelbe Warnstufe aktiv – Entscheidende Verhaltensregeln für den 17. Februar
Der Rest des Landes, also über 60 Departements, befindet sich auf gelber Warnstufe wegen Hochwasser, Schnee-Eis-Glätte, Sturmwind oder Lawinengefahr. Zehn Departements in Pyrenäen und Alpen, darunter Ariège und Alpes-Maritimes, unterliegen gelber Lawinenwarnung. Fünf östliche Departements vom Ain bis Hautes-Alpes stehen auf Gelb wegen Schnee-Eis-Glätte, gemäß den Angaben von Météo-France.
Die Behörden appellieren dringend, überflutete Straßen zu meiden, Fahrten in Rot- und Orange-Gebieten auf das Nötigste zu beschränken und die Météo-France-Karte regelmäßig zu konsultieren. Bei Fahrten in Bergregionen oder auf vereisten Straßen wird empfohlen, die Befahrbarkeit der Strecken vorab zu prüfen, entsprechende Ausrüstung mitzuführen und kontinuierlich lokale Bulletins sowie aktualisierte Warnmeldungen zu verfolgen.










