Diese unbekannte Staude verwandelt Garten und Balkon in ein Farbenmeer – jetzt pflanzen!

Monatelange Blütenpracht ohne aufwendige Pflege

Stellen Sie sich eine Pflanze vor, die vom Frühsommer bis zum ersten Frost durchgehend blüht und dabei kaum Aufmerksamkeit benötigt. Ihre zarten, margeritenähnlichen Blüten verwandeln sowohl großzügige Gartenbeete als auch kleine Stadtbalkone in leuchtende Blütenwunder.

Die Rede ist vom mehrjährigen Mädchenauge, botanisch Coreopsis genannt. Diese zur Familie der Korbblütler gehörende Gattung umfasst rund 120 Arten – einjährige wie mehrjährige Sorten – die überwiegend aus Nordamerika stammen. Unter den Stauden gilt sie als eine der blühfreudigsten überhaupt. Ein wahres Blütenmeer für jeden Garten.

Pflegeleichte Schönheit mit außergewöhnlicher Blütenfülle

Die Blüten des Mädchenauges erinnern an kleine Margeriten, häufig mit einem dunkleren Ring in der Mitte verziert. Das macht sie zu idealen Kombinationspartnern für andere Gartenpflanzen. Je nach Sorte reicht die Farbpalette von sattem Goldgelb über buttergelbes bis hin zu zitronenfarbenen Tönen – neuere Züchtungen überraschen sogar mit ungewöhnlicheren Nuancen.

Die Pflanze liebt sonnige Standorte und frische Luft. Im Schatten wächst sie lang und schlaksig, während die Blütenfülle deutlich nachlässt. Selbst trockene Sommerböden verträgt sie problemlos, solange der Untergrund durchlässig und gesund bleibt. Zu nährstoffreiche Erde macht Sorten von Coreopsis grandiflora und Coreopsis lanceolata allerdings weniger robust und kurzlebiger.

Welche Sorte passt wohin? Der perfekte Standort für jedes Mädchenauge

Für den Beethindergrund eignet sich Coreopsis tripteris hervorragend – diese imposante Art erreicht bis zu 1,80 Meter Höhe. Besonders auffällig sind Varianten mit goldenem Laub wie ‚All Gold Leaf‘ oder ‚Lightning Flash‘, deren zerknitterte Blätter einen anisartigen Duft verströmen und für leuchtende Akzente sorgen.

In der Beetmitte begeistern zahlreiche Züchtungen von Coreopsis grandiflora, die zwischen 60 und 70 Zentimeter hoch werden. Sorten wie ‚Flying Saucers‘ oder die buttergelbe Hybride ‚Full Moon‘ blühen den ganzen Sommer über üppig und zuverlässig.

Für niedrige Einfassungen bieten sich kompakte Sorten mit etwa 30 Zentimetern Höhe an – ‚Goldtaler‘ oder ‚Walter‘ bilden leuchtend gelbe Bänder. Die feinblättrigen Varianten von Coreopsis verticillata wie ‚Zagreb‘ (goldgelb, 40 cm) oder ‚Sunbeam‘ (zitronengelb, 50 cm) zeigen sich bemerkenswert trockenheitsresistent. Für Töpfe und Balkonkästen liefern sowohl mehrjährige als auch einjährige Formen monatelang Farbe – manchmal genügt ein einziger Container, um eine ganze Terrasse zu beleben.

Richtig pflanzen und schneiden für maximale Blütenpracht

Das Einpflanzen gestaltet sich unkompliziert: Graben Sie ein Loch, das mindestens zwei- bis dreimal so breit ist wie der Topfballen. Mischen Sie den Aushub mit Humus – etwa Kompost, Pflanzerde oder getrockneten Mist – sowie etwas organischem Dünger. Setzen Sie den Wurzelballen ein und drücken Sie die Erde sanft an.

Formen Sie eine Gießmulde und wässern Sie sofort gründlich. Wirkt die Pflanze dünn oder übermäßig hoch, fördert ein Rückschnitt der Triebe um die Hälfte eine bessere Verzweigung. Das regelmäßige Entfernen verwelkter Blüten verlängert die Blütezeit erheblich. Lässt die Blühkraft nach, bringt ein Rückschnitt aller Triebe auf halbe Höhe die Pflanze schnell wieder in Schwung – besonders wenn Sie anschließend ausreichend gießen.

Ein Blick auf die Basis der Staude hilft bei der richtigen Schnitttechnik. Hochwachsende Formen mit dicken, hohlen Stängeln von Coreopsis lanceolata und Coreopsis grandiflora profitieren von einem Rückschnitt Mitte Mai – das macht sie kompakter, buschiger und blühfreudiger. Zwischen Mitte und Ende September schneiden Sie diese Sorten auf 3 bis 5 Zentimeter über dem Boden zurück.

Ausläuferbildende Arten wie Coreopsis verticillata oder der stattliche Coreopsis tripteris benötigen lediglich einen Rückschnitt am Saisonende.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Das liebt die Pflanze: Vollsonnige Standorte, lockeren und durchlässigen Boden, regelmäßiges Ausputzen verblühter Köpfe, rechtzeitiger Rückschnitt weder zu früh noch zu spät.
  • Das verträgt sie schlecht: Verdichtete und luftarme Böden, Staunässe, zu enge Pflanzabstände, schattige Lagen und Herbstschnitte, die zu spät erfolgen.
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