Warum kluge Gärtner jetzt auf langlebige Stauden setzen
Die Einkaufswagen quellen über, die Preisschilder klettern nach oben, und die Versuchung ist groß, bei den ersten warmen Sonnenstrahlen alles zu kaufen, was die Beete füllt. Zwischen steigenden Pflanzenpreisen und der Angst vor Fehlkäufen häufen viele Hobbygärtner einjährige Pflanzen an, die schnell verblühen. Dabei gibt es einen intelligenteren Weg: einige ausgewählte mehrjährige Stauden zu wählen, die jahrelang durchhalten.
Der Spätwinter und März bieten ein ideales Zeitfenster. Der Boden erwärmt sich langsam, das Licht kehrt zurück, selbst wenn die Nächte noch frostig bleiben. Genau jetzt setzen erfahrene Gärtner, unterstützt durch Versuchsergebnisse des Chicago Botanic Garden, auf drei besondere Neuheiten unter den Gartenstauden, gedacht als langfristige Investition. Drei davon stechen besonders hervor.
Der strategische Vorteil von nur drei sorgfältig ausgewählten Stauden
Profis füllen ihren Kofferraum nicht wahllos. Sie denken wie bei mehrjährigen Kräutern: Man pflanzt eine dauerhafte Basis, die lange produziert. Selbst wenn der Boden noch gefroren ist, können diese Pflanzen bereits drinnen vorgezogen werden.
Josh Novell, Direktor des Polhill Garden Centre, erklärt gegenüber der britischen Zeitung Express: „Petersilie, Schnittlauch und Basilikum können alle ab Januar auf einer sonnigen Fensterbank im Haus vorgezogen werden. Sie lassen sich leicht aus Samen ziehen und sind sehr verzeihend, was sie perfekt für Gartenanfänger macht.“
Im Ziergarten gilt dieselbe Logik. Versierte Gärtner beginnen damit, den Boden zu säubern und anzureichern, bevor sie pflanzen. José, 57 Jahre alt, rät: „Pflanzen Sie Ihre Stauden in gut durchlässigen Boden und reichern Sie die Erde mit Kompost an, um ihre Entwicklung zu fördern.“ Ist diese Grundlage geschaffen, genügen drei komplementäre Profile: eine Schafgarbe für vollsonnige, trockene Standorte, eine grafische Funkie für leichten Schatten, eine seltene Oredenia für frische Schattenbereiche.
Schafgarbe, Funkie und Oredenia – drei Neuheiten aus wissenschaftlichen Tests
Für sonnige Plätze bildet die Schafgarbe Achillea millefolium ‚Balvinterra‘ New Vintage Terracotta ein Polster von 65 bis 70 Zentimetern Höhe, das mit zunehmendem Alter breit ausläuft. Ihre pfirsich-orangefarbenen Dolden erscheinen von Ende Juni bis Mitte August, verfärben sich dann gelb und bräunen im September ab. In voller Blüte verschwindet das feine Laub unter der Blütenmasse.
Bei Versuchen im Chicago Botanic Garden zeigte sie einen sehr gleichmäßigen Wuchs, beeindruckende Trockenheitstoleranz und ein interessantes Detail: Kaninchen bevorzugen die Nachbarsorten.
Im Schattenbereich richtet sich Hosta ‚Silly String‘ an kleine Gärten wie an Sammler gleichermaßen. Diese kompakte Staude erreicht etwa 25 bis 30 Zentimeter Höhe bei 60 bis 70 Zentimetern Breite, in reichem, frischem, aber gut durchlässigem Boden im hellen Schatten. Ihre schmalen, welligen, blau- bis blaugrünen Blätter wirken wie gewellte Fäden und verleihen dem Fuß einer Mauer oder eines Strauchs eine erstaunliche Textur. Im Sommer steigen Blütenstiele bis zu 60 Zentimeter hoch und tragen zahlreiche lavendelfarbene Glöckchen, die das Laub verlängern.
Oredenia ‚Fusion of Fire‘ und die richtigen Pflanzschritte
Für die kühlsten Ecken bietet ×Oredenia ‚Fusion of Fire‘ ein Schauspiel in drei Akten. Im Frühling sprießen zarte rosafarbene Blütenrispen aus dem Boden, noch bevor das Laub erscheint. Dann folgen große, glänzende, zunächst bronzefarbene, später grüne Blätter mit bis zu 30 Zentimetern Durchmesser, die bei gut etablierten Exemplaren im Herbst intensiv rot leuchten.
Nach drei Jahren Testphase maßen die Horste etwa 40 Zentimeter in der Höhe bei 85 Zentimetern Breite, vollkommen winterhart, vorausgesetzt sie bleiben im gefilterten Schatten in feuchtem, aber nicht zu nassem Boden.
Diese Oredenia verzeiht wenig Fehler: Blätter welken und verbrennen in heißer Sonne bei trockenem Boden, junge Triebe werden durch Spätfrost geschädigt. Sie eignet sich daher für Gärtner, die bereit sind, im ersten Jahr die Bewässerung zu überwachen. Im Gegenzug schafft die Kombination aus einer Achillea-Einfassung in voller Sonne, einigen Horsten von Hosta ‚Silly String‘ im Halbschatten und einem frischen Beet mit ‚Fusion of Fire‘ ein dauerhaftes Gerüst.
Die dichten Horste lassen sich mit der Zeit teilen: anderswo neu gepflanzt oder im Topf verschenkt, werden sie, um Josh Novells Worte aufzugreifen, „ein aufmerksames Geschenk, das immer weiter gibt, und es hat etwas Besonderes, jemandem eine Pflanze zu schenken, mit der er jeden Tag kochen wird“.










