Wetter-Warnung heute: 24 Regionen von Überschwemmungen bedroht – Sind Sie betroffen?

Kritische Wetterlage hält an: Großteil Frankreichs unter Beobachtung

Nach turbulenten Tagen voller Hochwasser und Schneefälle zeigt die Warnkarte zwar Entspannung in vielen Landesteilen, doch keineswegs überall. Am Sonntag, den 8. Februar 2026, hält Météo-France mehrere Westregionen sowie die Alpen unter strenger Überwachung. Angeschwollene Flüsse und eine instabile Schneedecke in den Bergen geben weiterhin Anlass zur Sorge.

Insgesamt stehen 24 Départements unter Wetterwarnung: Ein einziges mit Alarmstufe Orange wegen Hochwassergefahr – das Morbihan. Die übrigen 23 Gebiete befinden sich in Gelb-Warnung, davon 14 aufgrund drohender Überflutungen und 9 wegen erhöhter Lawinengefahr. Starke Regenfälle an Atlantik- und Mittelmeerküste kombiniert mit frischem Schnee im Gebirge halten Böden und Gewässer unter Druck.

Langsame Verbesserung mit Tücken

Die nationale Übersicht deutet auf zaghafte Entspannung seit Wochenmitte hin, doch die Lage bleibt angespannt. Mittwoch waren noch 38 Départements in Alarmbereitschaft, Donnerstag 33, Freitag 31 und Samstag 27. An diesem Sonntag sinkt die Zahl auf 24 – Finistère wurde auf Gelb herabgestuft. Das Morbihan verbleibt jedoch als einziges Gebiet in Orangestufe.

Zahlreiche Départements von der Bretagne über den Südwesten bis zur mediterranen Küste bleiben in gelber Hochwasserwarnung. Betroffen sind Finistère, Côtes-d’Armor, Ille-et-Vilaine, Loire-Atlantique, Vendée, Charente, Charente-Maritime, Vienne, Dordogne und Gironde. Hinzu kommen Hérault, Var sowie Alpes-Maritimes. In Rezé stieg der Luftdruck auf 1003 hPa, während Sète bereits 29,3 mm Niederschlag mit Böen bis 41 km/h verzeichnete – mit urbanen Sturzfluten als Folge.

Morbihan in höchster Warnstufe: Flüsse treten über die Ufer

Während die meisten Regionen zurück auf Gelb wechseln, verharrt das Morbihan in Alarmstufe Orange. Küstennahe Wasserläufe führen weiterhin Hochwasser, der Fluss Oust reagiert noch immer auf die vorangegangenen Regenmassen. Vigicrues warnt vor „bedeutenden Überschwemmungen“ besonders um Josselin und Malestroit, mit verzögertem Anstieg Richtung Redon. Selbst geringe zusätzliche Niederschläge könnten die Situation verschärfen.

An der morbihannischen Küste herrscht feuchtes, windiges Wetter: Ploemeur meldete 4,4 mm Regen bei Böen von 47 km/h, Lorient weitere 2 mm. Diese Zahlen belegen einen aktiven Ozeaneinfluss auf bereits wassergesättigte Böden. Behörden befürchten gesperrte Straßen, Verspätungen im Bahnverkehr und Stromausfälle. Experten raten dringend, überflutungsgefährdete Passagen zu meiden, Pegelstände via Vigicrues zu verfolgen und Fahrzeuge sowie empfindliche Geräte in Sicherheit zu bringen.

Lawinengefahr im Hochgebirge: 9 Départements auf Gelb

Neun Bergdépartements bleiben in gelber Lawinenwarnung, vor allem in den Alpen. In höheren Lagen zeigt sich die Schneedecke instabil – aufgewirbelt durch Wind und belastet durch Neuschnee. In L’Argentière-la-Bessée in den Hautes-Alpes sinkt die gefühlte Temperatur auf -10 °C bei östlichen Sturmböen, was die Bildung gefährlicher Schneebrettlawinen begünstigt. In den Nordalpen rund um Thonon-les-Bains schränken dichter Nebel bei 7 °C und 89 % Luftfeuchtigkeit die Sicht auf Höhenstraßen stark ein.

Wintersportler sollten höchste Vorsicht walten lassen: Abfahrten abseits gesicherter Pisten und Touren in steilen Rinnen verschieben oder nur mit vollständiger Ausrüstung (LVS-Gerät, Schaufel, Sonde) nach Studium der Lawinenlageberichte unternehmen.

Selbst bei gelber Warnstufe empfehlen Behörden, überflutete Straßen zu umfahren, die Météo-France-Warnkarte sowie Vigicrues regelmäßig zu prüfen und ein Notfallset mit Taschenlampe, Powerbank und geschützten Dokumenten bereitzuhalten. Solche kombinierten Regen- und Schneeereignisse treten in einem zunehmend feuchteren Klima häufiger auf.

Nach oben scrollen