Unwetterwarnung am Donnerstag: 33 Regionen kämpfen gegen Hochwasser und Lawinen

Deutschlands Nachbarland unter Daueralarm: Wetterextreme halten an

Die Wetterkarten zeigen am Donnerstag, 5. Februar 2026, erneut kritische Warnstufen in Rot und Gelb. Anhaltende Niederschläge und teils kräftige Windböen setzen dem Land zu. Stunde um Stunde steigen die Pegelstände, während in den Höhenlagen die Schneedecke ihre Stabilität verliert und im Süden die atmosphärische Spannung zunimmt. Das ganze Land bleibt in erhöhter Alarmbereitschaft.

Insgesamt stehen an diesem Donnerstag 33 Regionen unter Wetterwarnung – zwei davon auf der zweithöchsten Stufe Orange, 31 weitere auf Gelb. Die Gefahren reichen von Überschwemmungen über Lawinenabgänge bis hin zu Gewittern und Sturmböen. Bereits am Mittwoch, dem 4. Februar, waren 38 Regionen betroffen gewesen, wobei die Gironde mit einer Hochwasseralarmierung kämpfte. Die Situation zieht sich weiter hin und bereitet den Anwohnern zunehmend Sorgen.

Wetteralarm vom 5. Februar 2026: Dreifachgefahr in 33 Regionen

Nach Angaben von Météo-France und Météocity sind 24 Regionen von Überschwemmungsgefahr bedroht, 13 müssen mit Lawinen rechnen, 9 mit Gewittern und 3 mit starkem Wind. Die am schwersten betroffenen Gebiete erstrecken sich von der Atlantikküste über Midi-Pyrénées bis zur Provence. Das Lawinenrisiko dominiert in den Alpen, den Pyrenäen und auf Korsika, wo die Schneedecke als besonders instabil eingestuft wird.

Die Warnstufe Orange signalisiert eine deutliche Gefährdungslage: Merkliche Hochwasser können Straßensperrungen auslösen, den Bahnverkehr durcheinanderbringen, Küstenerosion verstärken und Stromausfälle verursachen. Die gelbe Warnstufe kennzeichnet zwar gewöhnliche Wetterphänomene, die jedoch lokal gefährlich werden können. Sie erfordert besondere Aufmerksamkeit ohne sofortigen Handlungszwang, verlangt aber das Verfolgen regionaler Wettermeldungen und die Anpassung von Aktivitäten im Freien.

Morbihan und Gironde auf höchster Alarmstufe wegen Hochwasser

Am Donnerstagmorgen hat Météo-France die Region Morbihan ab Mittag auf Orange-Status für Starkregen und Überschwemmungen gesetzt. Der Grund: „Eine Episode starker Niederschläge, die zwar nicht außergewöhnlich ist, aber auf bereits gesättigte Böden trifft“, so der Meteorologe von Météo-France im 6-Uhr-Bulletin, zitiert von Franceinfo. In der Nacht wurden bereits „10 bis 20 mm im Osten“ der Region gemessen. Die Warnung lautet: „In den kommenden 12 Stunden erwarten wir Niederschlagsmengen zwischen 15 und 30 mm. Insgesamt könnten bis heute Abend stellenweise mehr als 40 mm zusammenkommen.“ In Guidel wurden bereits 36,4 mm Niederschlag registriert, begleitet von Windböen mit 70 km/h, meldet Météocity.

In der Gironde bleibt die Orange-Warnstufe für Hochwasser seit mehreren Tagen bestehen. Die Regenfälle vom Mittwoch erreichten 26 mm in Gujan-Mestras und 25 mm in La Teste-de-Buch, mit Böen bis 67 km/h in Andernos. Vigicrues kündigt „mäßige bis erhebliche Überschwemmungen“ an, die „bei den kommenden Fluten in der Gironde-Mündung und am Zusammenfluss von Garonne und Dordogne“ zu erwarten sind. Flussmündungen und tiefliegende Zonen stehen beim Gezeitenwechsel unter verschärfter Beobachtung.

Überschwemmungen, Lawinen, Gewitter: Weitere betroffene Regionen und Schutzmaßnahmen

Die übrigen 31 Regionen verbleiben auf der gelben Warnstufe. Zweiundzwanzig kämpfen mit mäßigem Hochwasser – vom Finistère bis zu den Pyrénées-Atlantiques, über Vendée, Var oder Rhône hinweg, überall auf bereits wassergesättigten Böden. Dreizehn Regionen in den Alpen, Pyrenäen und auf Korsika weisen ein markantes Lawinenrisiko auf, da der Schnee seine Festigkeit verloren hat.

Örtliche Gewitter können noch im Südosten, auf Korsika oder in den Landes aufziehen, während an der baskischen Küste und stellenweise in der Bretagne Windböen nahe 60 km/h gemessen werden. Die Behörden empfehlen dringend, überflutete Fahrbahnen zu meiden, Gartenmöbel zu sichern, Bergtouren außerhalb gesicherter Gebiete zu verschieben und im Notfall die 112 zu wählen. Diese Empfehlungen erfolgen vor dem Hintergrund zunehmend milder und feuchterer Winter, die die Böden regelmäßig bis zur Sättigung durchnässen.

Nach oben scrollen