Unwetter-Alarm: Diese Regionen erwarten 20 Tage Regen in wenigen Stunden

Wetterextreme bedrohen zwei französische Regionen gleichzeitig

Der Wochenstart bringt dramatische Wetterverhältnisse mit sich. Ein massives Tiefdrucksystem zieht über Frankreich hinweg und stellt zwei Gebiete vor enorme Herausforderungen: die Bretagne sowie die südöstlichen Regionen, insbesondere die Cevennen und Provence-Alpes-Côte d’Azur. Die bereits wassergesättigten Böden könnten in den kommenden Stunden zu gefährlichen Flussüberschwemmungen führen.

Bretagne bereitet sich auf wochenlange Regenmenge vor

Der polare Jetstream verharrt weiter südlich als üblich und treibt atlantische Störungen unaufhörlich über den Westen des Landes. Diese Tiefdruckrinne sitzt fest verankert und pumpt pausenlos feuchte Luftmassen heran.

Aktuelle Berechnungen des europäischen Wettermodells zeigen für die südliche Bretagne Niederschlagsmengen zwischen 50 und 60 Millimetern, stellenweise sogar 80 bis 90 Millimeter bis Wochenende. Das entspricht dem Niederschlag von zwei bis drei Wochen, komprimiert auf wenige Tage. Besonders kritisch: Die Region kämpft bereits seit fast vierzehn Tagen mit anhaltenden Hochwassersituationen.

Da die Erdschichten komplett durchnässt sind, fehlt jegliche Aufnahmekapazität. Dies verstärkt automatisch die Gefahr von Überflutungen und urbanen Sturzfluten erheblich.

Cevennen und Südosten unter Extremwetter-Beobachtung

Im südöstlichen Landesteil könnte sich die Lage noch bedrohlicher entwickeln. Die Cevennen stehen besonders im Fokus der Meteorologen. Prognosen sprechen von Regenmengen, die 150 Millimeter in wenigen Tagen überschreiten könnten. Zwischen Var und Alpes-Maritimes werden ebenfalls intensive Niederschläge erwartet – lokal 80 bis 100 Millimeter.

Wetterexperten warnen vor zunehmender Intensität in den nächsten Stunden. Begleitet werden die Regenfälle von stürmischen Böen aus Meeresrichtung mit bis zu 60 km/h, an der Küste möglicherweise noch heftiger. Während der Abend- und Nachtstunden könnte sich das Unwetter zwischen Zentralmassiv und Mittelmeer verschärfen.

In kürzester Zeit könnten 70 Millimeter fallen, was punktuelle Überschwemmungen und massiven Wasserabfluss in städtischen Gebieten begünstigt. Auf dem Meer erreichen die Windböen voraussichtlich 90 km/h und peitschen Wellen von 3 bis 4 Metern Höhe auf. Exponierte Küstenabschnitte müssen mit Überflutungen rechnen.

Wochenlange Unwetterperiode ohne schnelle Besserung

Eine rasche Wetterberuhigung ist nicht in Sicht. Die Störungssysteme werden weiterhin über Frankreich kreisen und sich auch Richtung Portugal, Spanien sowie Maghreb ausbreiten. In den am stärksten betroffenen Gebieten bleibt höchste Wachsamkeit geboten angesichts der Hochwassergefahr, möglicher Schlammlawinen und schwieriger Bedingungen im Gebirge, wo oberhalb von 1.200 bis 1.400 Metern Schnee fällt.

Nach bereits mehreren Wochen durchgehender Feuchtigkeit könnte diese erneute Regenoffensive bestimmte Gebiete zusätzlich destabilisieren. Die kommenden Stunden werden entscheidend sein für die Entwicklung der Wasserstände im Westen und Südosten des Landes.

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