Calathea mit Streifen: Dieser Gießfehler lässt die Blätter braun werden – so bleibt sie prächtig

Die lebende Pflanze, die nachts ihre Blätter hebt

In einem etwas dunkleren Wohnzimmer vollführt sie ein erstaunliches Schauspiel: Ihre Blätter heben sich abends und senken sich morgens, als würde die Pflanze im Rhythmus des Haushalts atmen. Die Calathea mit Streifen, auch bekannt als Calathea ornata, fasziniert genauso sehr wie sie verführt – so sehr, dass sie als Glücksbringer-Geschenk zum neuen Jahr gilt. Doch ihr Ruf als launische Zimmerpflanze lässt manchen Pflanzenfreund zögern.

Aus den tropischen Unterwäldern Kolumbiens und Venezuelas stammend, wächst dieses Mitglied der Pfeilwurzgewächse im Schatten großer Bäume – bei schwüler Hitze und gefiltertem Licht. Ihre täglichen Bewegungen, ein Phänomen namens Nyktinastie, erklären ihren Beinamen als Gebetspflanze. Die zentrale Frage lautet also: Wie schafft man in der Wohnung diese Atmosphäre des feuchten Regenwaldes, um lange Freude am gestreiften Blattwerk zu haben?

Eine Calathea mit Streifen erkennen und perfekt platzieren

Die gestreifte Calathea bildet ein Büschel von etwa 60 bis 90 Zentimetern Höhe, wobei jeder Stiel ein einzelnes längliches Blatt trägt. Die dunkelgrüne Oberseite zeigt feine Streifen in Creme bis Rosa, die Unterseite schimmert violett. Als ungiftige Zimmerpflanze für Kinder und Haustiere bietet sie ein grafisches Blattwerk, das jeden Raum schmückt.

Als Pflanze warmer Klimazonen kultiviert man sie bei uns ausschließlich im Innenbereich. Sie bevorzugt mittleres indirektes Licht, ein bis zwei Meter vom Fenster entfernt, und fürchtet direkte Sonnenstrahlen, die ihre Muster verbrennen. Die ideale Temperatur liegt zwischen 18 und 29 Grad, ohne Zugluft oder nahe Heizkörper, bei einer Luftfeuchtigkeit um 40 bis 60 Prozent.

Bewässerung, Substrat und Umtopfen der gestreiften Calathea

Um gesund zu bleiben, benötigt diese Calathea ein Substrat, das stets leicht feucht, niemals durchnässt ist. Man gießt, sobald die Erdoberfläche zu trocknen beginnt, indem man Wasser eingießt, bis es durch die Drainagelöcher fließt – dann leert man den Untersetzer. Regenwasser oder gefiltertes Wasser eignet sich hervorragend, da die Pflanze empfindlich auf Kalk, Chlor und sogar bestimmte Fluoride reagiert. Notfalls kann man Leitungswasser einen Tag lang stehen lassen, bevor man es verwendet.

Die Erdmischung sollte nährstoffreich, aber gut durchlässig bleiben: Eine Grünpflanzenerde gemischt mit Kokosfaser und etwas Rinde oder Sand passt gut, mit einem pH-Wert zwischen 6,1 und 7,8. Besser verzichtet man auf Perlit, da es im Verdacht steht, wegen seines Fluorgehalts verbrannte Spitzen zu begünstigen. Man wählt einen durchlöcherten Topf, etwas breiter als der Wurzelballen; ein Umtopfen alle zwei bis drei Jahre im Frühjahr genügt – der ideale Zeitpunkt, um die Rhizome in Büschel mit mindestens drei Blättern zu teilen.

Braune oder schlaffe Blätter: Die Calathea richtig diagnostizieren

Das häufigste Warnsignal bleiben Blattspitzen, die braun werden und austrocknen. Die Luft ist dann zu trocken, die Bewässerung unregelmäßig oder das Wasser zu mineralhaltig. Die Luftfeuchtigkeit um die Pflanze erhöhen, mehrere Töpfe zusammenstellen, ein Tablett mit feuchten Tonkugeln unter den Übertopf platzieren – das verbessert die Situation schnell. Man kann auch trockene Spitzen sauber mit desinfizierten Scheren abschneiden und die Blätter regelmäßig mit einem feuchten Tuch abwischen, um Staub sowie Angriffe von Spinnmilben oder Schildläusen zu begrenzen.

Wenn Blätter gelb werden, weich wirken und das Substrat durchnässt bleibt, faulen die Wurzeln: Man muss braune Teile abschneiden und dann in frische, durchlässige Erde umtopfen. Gelbe Marmorierungen in unregelmäßigen Mustern deuten eher auf einen Virus hin, der das Isolieren und Entsorgen der Pflanze erfordert. Dagegen zeigen Blätter, die sich abends einfach aufrichten, nur ihren normalen Rhythmus – kein Problem.

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