Wetterwarnung 27. Januar: 48 Départements durch Hochwasser, Schnee und Lawinen bedroht – sind Sie betroffen?

Dienstag unter Wetterwarnungen: Frankreich kämpft mit winterlichen Extremen

An diesem Dienstagmorgen leuchten die Wetterkarten über weiten Teilen des Landes in Gelb und Orange. Anhaltender Regen in der Bretagne, angeschwollene Flüsse im Südwesten, kräftiger Wind an der Atlantikküste und Schneefall in den Bergen prägen diesen bewegten Wintertag. Vorsicht ist geboten – sowohl auf den Straßen als auch bei Aktivitäten im Freien.

Laut der Wetterwarnung vom 27. Januar 2026 stehen insgesamt 48 Départements unter Beobachtung. Drei bretonische Départements werden auf Orange-Warnung für Überschwemmungen hochgestuft, während 45 weitere auf Gelb-Warnung für Hochwasser, Wind, Lawinen, Schnee und Glatteis oder Gewitter bleiben. Die Situation entwickelt sich dynamisch weiter und ist eine Folge der intensiven Regenfälle vom Vortag.

Landesweite Alarmbereitschaft: 48 Départements im Visier der Meteorologen

Am Dienstag, den 27. Januar, bleibt Frankreich unter dem Einfluss einer aktiven Störung. 48 Départements sind von mindestens einem Wetterphänomen betroffen. Die Bretagne konzentriert die größten hydrologischen Herausforderungen, während die Alpen und Pyrenäen wegen Lawinengefahr überwacht werden und die Atlantikküste Böen nahe 80 km/h erlebt.

Am Montag, den 26. Januar, standen bereits 28 Départements in Alarmbereitschaft, darunter dieselben drei bretonischen Départements auf Orange. Dieser neue Wetterabschnitt trifft auf bereits wassergesättigte Böden. Zwischen Montag und Dienstag registrierten die Regenmesser bis zu 26,2 mm in Guipavas und 32,9 mm in Quimperlé, gefolgt von 23,2 mm in Pontivy und 20,0 mm in Saint-Jacques-de-la-Lande. Windböen erreichten am Vortag 72 km/h in Guipavas und Ploemeur, später 77 km/h in Vannes, 85 km/h in Concarneau und 86 km/h in Crozon, was den Verkehr unter den Schauern erschwerte.

Bretagne auf Orange-Warnstufe: Finistère, Morbihan und Ille-et-Vilaine in der ersten Reihe

Das Finistère, Morbihan und Ille-et-Vilaine bleiben auf Orange-Warnstufe für Überschwemmungen. Die starken Regenfälle der Nacht und des Vortages ließen den Odet, Blavet und die Vilaine reagieren, deren mehrere Abschnitte ihre Alarmpegelstände überschreiten oder knapp darunter liegen.

Im Morbihan werden Oust, Blavet und Laïta als Hochwasser führend gemeldet, genährt durch wiederholte Niederschläge und häufige Böen über 75 km/h an der südfinistèrischen Küste. In Ille-et-Vilaine mobilisieren sich lokale Dienste rund um Rennes und entlang der Vilaine, wo örtliche Überschwemmungen möglich bleiben. In allen drei Départements können Straßen überflutet werden, mit Störungen bei regionalen Bahnlinien und möglichen Stromausfällen. Die Behörden empfehlen, Uferbereiche zu meiden, nicht auf überflutete Fahrbahnen zu fahren und empfindliches Material im Keller oder Erdgeschoss höher zu lagern.

Gelbe Warnstufe, Lawinen und Glatteis: weitere betroffene Regionen und wichtige Verhaltensregeln

Neben der Bretagne befinden sich 45 Départements auf Gelb-Warnstufe. Dreiundzwanzig davon wegen Überschwemmungen, besonders von den Pyrénées-Atlantiques bis zur Rhône, wo Nebenflüsse schnell auf Schauer reagieren. Dreizehn Gebirgsdépartements in Alpen, Pyrenäen und Korsika sind von Lawinengefahr betroffen, mit einer durch die Kombination aus Neuschnee und Wind geschwächten Schneedecke.

Die Regen-Schnee-Grenze kann in den Pyrenäen um 1.800 bis 2.000 Meter liegen. Achtzehn weitere Départements in Grand Est und Zentralmassiv, darunter Doubs oder Vogesen, fürchten Schnee und Glatteis mit rutschigen Fahrbahnen ab der Morgendämmerung.

  • In Flussnähe: Wasserstände beobachten, Fahrzeuge und Gegenstände in Sicherheit bringen, Keller und Untergeschosse meiden.
  • Auf der Straße: Geschwindigkeit auf nassen oder verschneiten Fahrbahnen reduzieren, überflutete Strecken umfahren, Waldstraßen bei starkem Wind meiden.
  • In den Bergen: Auf Off-Piste-Fahrten verzichten, auf markierten Wegen bleiben und sich vor jeder Tour über die Lawinengefahr informieren.
  • An der Küste: Deiche oder Felsen nicht bei Böen und Gewitterschauern nähern.

Die Atlantikküste von der Vendée bis zum Ärmelkanal sowie das Rhône-Tal erleben anhaltenden Wind mit Spitzen nahe 80 km/h unter küstennahen Böen. Vereinzelte Gewitter sind in Gironde, Landes, Côtes-d’Armor, Finistère, Morbihan und Pyrénées-Atlantiques möglich. Die Wiederholung dieser intensiven Regenepisoden entspricht dem vom IPCC beschriebenen Trend zu feuchteren Wintern: Wärmere Luft enthält mehr Wasserdampf, was reichlichere Niederschläge und häufigere Überschwemmungen begünstigt – selbst mitten im Winter.

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