Wetterwarnungen am 26. Januar 2026: 28 Regionen betroffen – wo Ausgehen jetzt gefährlich wird

Frankreich unter Wetteralarm: Überschwemmungen und Schnee dominieren die Woche

Durchnässte Straßen, anschwellende Flüsse und verschneite Bergregionen – dieser Montag beginnt unter erhöhter Vorsicht. Nach einem bereits regenreichen Wochenende haben die Wetterdienste eine neue Warnkarte veröffentlicht, die besonders in der Bretagne und den Gebirgsregionen für Aufmerksamkeit sorgt.

Am Montag, den 26. Januar 2026, bleiben 28 Départements unter Wetterwarnung: 3 mit Warnstufe Orange wegen Überschwemmungsgefahr, 25 mit Warnstufe Gelb für Überflutungen, Schnee und Glatteis, Lawinengefahr, Sturmböen und Gewitter. Am Sonntag waren es noch 32 betroffene Regionen – die Lage entspannt sich leicht, bleibt aber insbesondere im Westen und in den Höhenlagen kritisch.

Überschwemmungsrisiko prägt die aktuelle Wetterlage

Das Hochwasserrisiko steht im Mittelpunkt der Warnungen. Drei bretonische Départements – Finistère, Morbihan und Ille-et-Vilaine – befinden sich in Warnstufe Orange. Weitere Regionen bleiben für dasselbe Phänomen auf Gelb: Loire-Atlantique, Gers, Hérault, Aude, Landes, Pyrénées-Atlantiques, Tarn-et-Garonne, Tarn, Charente, Charente-Maritime, Lot-et-Garonne, Hautes-Pyrénées und Haute-Garonne. Die Flüsse reagieren auf anhaltende Niederschläge, die auf bereits gesättigte Böden treffen.

Zusätzlich zu den Überschwemmungsrisiken bestehen mehrere regional begrenzte, aber potenziell gefährliche Wetterphänomene unter gelber Warnstufe. Dreizehn Départements in den Alpen, Pyrenäen und auf Korsika werden wegen Lawinengefahr überwacht, während sieben Regionen wegen Schnee und Glatteis gemeldet sind. Météo-France fasst die Situation zusammen: Schauer halten sich südlich der Garonne und besonders nahe der Pyrenäen, die Schnee-Regen-Grenze liegt bei etwa 1.000 bis 1.200 Metern. Ab 600 bis 800 Metern Höhe schneit es leicht im Zentralmassiv und in den Nordalpen. Vorsicht vor Glatteisgefahr im Nordosten, wenn auch sehr vereinzelt.

Bretagne unter Hochwasseralarm: Regen, Wind und mögliche Überschwemmungen

In der Bretagne konzentrieren sich die Sorgen auf das Trio Finistère, Morbihan und Ille-et-Vilaine. Die Messungen zeigen beispielsweise 26,2 mm Niederschlag in Guipavas mit Windböen von 72 km/h, 32,9 mm in Quimperlé seit Mitternacht oder 14,8 mm in Ploemeur, begleitet von Winden, die ebenfalls 72 km/h erreichen. Kombiniert mit hohen Gezeitenkoeffizienten und wassergesättigten Böden können diese Regenmengen erhebliche Überschwemmungen, überflutete Gräben und Straßensperrungen verursachen, einschließlich einiger regionaler Bahnstrecken.

Die gelbe Windwarnung betrifft auch Manche und Côtes-d’Armor, zusätzlich zu Finistère und Morbihan, mit gemessenen Böen bis zu 76 km/h in Landerneau und 74 km/h in Morlaix. Die Sicherheitsdienste empfehlen, Ausflüge an Flüssen oder am Meer in der Bretagne bis zum Rückgang der Wasserstände zu verschieben, exponierte Waldwege bei Windgeschwindigkeiten über 70 km/h zu meiden und bei Wohnsitz nahe der Vilaine oder Aulne auf lokale Anweisungen zu achten, da Sturzfluten möglich bleiben.

Schnee, Glatteis, Lawinen und Temperaturen: Welche Vorsichtsmaßnahmen gelten heute?

Für Schnee und Glatteis stehen sieben Départements unter gelber Warnung: Alpes-de-Haute-Provence, Hautes-Alpes, Ariège, Haute-Garonne, Pyrénées-Orientales, Corse-du-Sud und Haute-Corse. Die niedrigen Tiefstwerte verstärken dieses Risiko. Die Meteorologen melden: Die Tiefsttemperaturen liegen vom Großosten bis Burgund-Franche-Comté und Auvergne-Rhône-Alpes leicht unter dem Gefrierpunkt, sie bewegen sich in einem großen Nordwest-Viertel zwischen 0 °C und 3 °C, vom Südwesten bis zum Mittelmeer zwischen 3 °C und 7 °C. In den Bergen macht die Kombination aus Neuschnee und Wind die Schneeschichten instabil: In Haute-Savoie oder Savoie wird empfohlen, auf gesicherten Routen zu bleiben und mit LVS-Gerät, Schaufel und Sonde ausgerüstet zu sein.

Für den Nachmittag bleibt der Kontrast zwischen kühlem Nordosten und milderem Süden ausgeprägt. Laut Météo-France liegen die Höchsttemperaturen in einem großen Nordost-Viertel des Landes zwischen 4 °C und 8 °C. Anderswo zwischen 8 °C und 12 °C, örtlich bis zu 15 °C im Baskenland, an der Côte d’Azur und auf Korsika. Eine schrittweise Wetterberuhigung wird im Westen im Laufe des Tages erwartet, doch bereits am Dienstag könnte eine neue Regenfront vom Atlantik hereinziehen – die offiziellen Bulletins sollten daher weiterhin genau verfolgt werden.

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