Gartenexperten machen diesen Fehler auf dem Rasen im Januar nicht mehr

Ein harmloser Spaziergang über den Rasen kann im Winter böse Folgen haben

Die Szene kennt jeder: An einem frostigen Januarmorgen liegt Raureif auf dem Rasen. Sie müssen die Mülltonne rausstellen oder den Hund ausführen und nehmen aus Gewohnheit die Abkürzung über die Grünfläche. Ein paar Minuten gespart, und scheinbar richtet man keinen Schaden an. Doch Fachleute warnen eindringlich: Dieser scheinbar unbedenkliche Reflex kann ausreichen, um Ihrem Gras wochenlang zu schaden – besonders wenn der Boden gefroren ist.

Die Royal Horticultural Society, eine führende britische Gartenautorität, rät auf ihrer Webseite unmissverständlich davon ab, über frostbedeckten Rasen zu laufen. Die Organisation erklärt, dass dadurch die Grashalme beschädigt werden können, die in der Kälte spröde werden. Die Warnung geht weiter: Es können braune Fußabdrücke entstehen, deren Verschwinden mehrere Wochen dauern kann. Für versierte Gärtner wird der Januar daher zum Monat, in dem der Rasenschutz oberste Priorität hat.

Warum dieser eine Schritt auf dem Rasen im Januar verheerende Spuren hinterlässt

Sobald Gras gefriert, versteift sich jeder einzelne Halm. Unter dem Gewicht eines Fußes oder einer Schubkarre biegt er sich und bricht an den noch grünen Gewebestellen ab. Das Resultat zeigt sich nicht sofort. Einige Tage später werden Streifen oder bräunliche Abdrücke auf dem Januarrasen sichtbar, besonders auffällig wenn der Rest der Grünfläche wieder ergrünt. Diese optischen Narben können wochenlang bestehen bleiben, vor allem wenn der Winter feucht und kalt bleibt.

Um Schäden zu minimieren, empfehlen Experten, den Rasen während Frostperioden nur anzuschauen. Alltägliche Wege sollten idealerweise über mineralische Pfade, Platten oder Trittsteine führen. Die Royal Horticultural Society schlägt sogar vor, in stark frequentierten Bereichen bodenebene Gehsteine zu verlegen, um schlammige Stellen zu vermeiden und die Bodenverdichtung zu reduzieren, die den Rasen dauerhaft schwächt.

Clevere Winterpflege: So bleibt Ihr Rasen ohne Spuren und Unebenheiten

Die kalte Jahreszeit eignet sich hervorragend für kleinere Reparaturen. Die Royal Horticultural Society empfiehlt, kahle Stellen zu behandeln, insbesondere an den Rändern, indem man Rasenstücke von anderswo verwendet. Die Organisation beschreibt die Methode detailliert: Unebenheiten werden begradigt, indem man ein H-förmiges Muster in den Rasen schneidet, das Gras anhebt und Mulden mit Erde auffüllt oder bei Hügeln Erde entfernt. Danach wird der Rasen wieder aufgelegt, die Schnittkanten zusammengeführt und festgedrückt.

Für saubere Kanten rät dieselbe Quelle: Die Rasenkanten mit einem Halbmond-Kantenstecher oder einem Spaten mit flacher Klinge für ein ordentliches Finish nachschneiden. Außerdem sollte eine 7,5 Zentimeter breite Rinne um die Rasenkanten herum angelegt werden, damit sich das Gras nicht in die Beete ausbreitet. Die Organisation weist auch auf Staunässe nach Regenfällen hin: Mit einer Grabegabel Löcher stechen und etwas sandvermischte feine Erde hineinbürsten verbessert die Drainage erheblich.

Der richtige Zeitpunkt nach dem Frost: Mähen und neue Rasensoden verlegen

Zum Thema Mähen erwähnt die Royal Horticultural Society den Januar nicht explizit, präzisiert aber für Februar: Bei mildem Wetter mähen, denn Gras beginnt ab Temperaturen über sieben Grad Celsius zu wachsen. Dabei sollte die Schnitthöhe maximal eingestellt und nur gemäht werden, wenn das Gras trocken ist. Solange also Kälte vorherrscht, lässt man die Halme besser etwas länger, um die Wurzeln zu schützen.

Um stark vom Frost oder durch Betreten geschädigte Bereiche wiederherzustellen, empfiehlt die Organisation außerdem Rollrasen. Die Vorgehensweise wird so zusammengefasst: Rollrasen bei mildem Wetter verlegen, um eine neue Rasenfläche anzulegen oder beschädigte Zonen zu reparieren. Für die Aussaat ist es jetzt zu kalt, besser bis zum Frühjahr warten. In der Praxis verschieben die vorsichtigsten Gärtner die Aussaat also und konzentrieren sich im Winter auf den Schutz des vorhandenen Grüns.

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