Die versteckte Schwäche der Asiatischen Hornisse
Wussten Sie, dass ein bestimmter Baum in Ihrem Obstgarten zu einem regelrechten Magneten für Asiatische Hornissen werden kann? Diese Insekten haben eine kaum bekannte Achillesferse. Sobald Sie verstehen, was diese Schädlinge bereits ab Ende des Winters unwiederstehlich anzieht, können Sie gezielt handeln und Ihren Garten schützen.
Asiatische Hornissen sind außerordentlich naschhafte Insekten – genauso wie Wespen, Fliegen oder Schmetterlinge. Ihre größte Schwäche ist Zucker. Dieser Brennstoff ist absolut unverzichtbar für ihre Flugfähigkeit. Zahlreiche Fallen nutzen genau diese Vorliebe aus und ködern die Tiere mit sirupartigen Gemischen, die sowohl verlockend als auch klebrig sind.
Zum Glück für die Hornissen ist die Natur reich an Zuckerquellen. Viele Pflanzen und Bäume enthalten hohe Glukosemengen. Doch Asiatische Hornissen bevorzugen ganz besonders einen beliebten mediterranen Obstbaum. Er zieht sie mit seinen köstlichen Früchten nahezu magisch an, wie verschiedene Gartenexperten berichten.
Dieser Obstbaum verwandelt sich in ein Hornissen-Restaurant
Der Feigenbaum – jener schattenspendende Baum mit dem dichten Blätterdach – entwickelt sich zu einem regelrechten Festmahl für die Asiatische Hornisse. Angelockt von den reifen, zuckerhaltigen Früchten, tanken diese Insekten aus dem weichen Fruchtfleisch lebenswichtige Energie. Zwischen Juli und Oktober suchen die aktiven Kolonien gezielt diese fermentierten Leckerbissen auf. Sobald eine Arbeiterin die Futterquelle entdeckt hat, prägt sie sich den Standort ein.
Um diese sommerliche Invasion einzudämmen, sind vorbeugende Maßnahmen bereits ab Ende des Winters erforderlich. Fachleute empfehlen die Installation selektiver Fallen bereits ab Februar. Das Ziel besteht darin, die Königinnen abzufangen, bevor sie neue Nester gründen können. Eine konsequente Frühjahrsbekämpfung schützt somit wirksam Ihre kommende Feigenernte.
Auch diese Obstbäume ziehen Asiatische Hornissen an
Der Feigenbaum ist keineswegs das einzige Ziel dieser Räuber. Asiatische Hornissen suchen aktiv nach allen saftigen und zuckerreichen Früchten. Pflaumenbäume, Weinreben, Bananenpflanzen und Apfelbäume werden zu intensiven Futterplätzen, sobald ihre Ernten reifen. Diese Insekten werden unwiderstehlich von der natürlichen Fermentation des süßen Fruchtfleisches angezogen.
Beschädigte oder zu Boden gefallene Früchte verströmen besonders intensive Duftstoffe, die Hornissen über große Distanzen wahrnehmen können. Wenn diese Nahrungsquelle erst einmal lokalisiert ist, mobilisiert die gesamte Kolonie ihre Kräfte, um davon zu profitieren und ihr Überleben zu sichern. Diese unermüdliche Suche erklärt den plötzlichen Massenbefall mancher Gärten an heißen Sommertagen.










