Grüne Flecken auf der Terrasse? Dieser 50-Cent-Trick aus der Küche wirkt sofort

Wenn die Terrasse zur Rutschpartie wird

Der Winter ist endlich vorbei, Sie holen die Gartenmöbel raus – und dann der Schock: Ihre Terrasse hat sich in eine grüne Glitschbahn verwandelt. Zwischen den Platten hat sich Moos breitgemacht, in den Ecken steht das Wasser, und barfuß trauen Sie sich schon gar nicht mehr raus. Aus dem gemütlichen Sonntagsfrühstück im Freien wird ein echter Hindernisparcours.

Fachleute erklären das Phänomen so: Die meisten Stein- und Betonterrassen sind porös und speichern Feuchtigkeit wie ein Schwamm. Winterkälte, Dauerregen und schattige Ecken schaffen perfekte Bedingungen für Algen, die den Platten diesen unschönen Grünstich verpassen. Wenn sie sich zersetzen, entsteht manchmal ein penetranter Geruch nach faulen Eiern oder gammeligem Gemüse. Klingt nicht gerade einladend – ist aber kein Grund zur Verzweiflung.

Warum ausgerechnet Ihre Terrasse zum Algenparadies wird

Drei Faktoren müssen zusammenkommen, damit sich der grüne Belag bildet: Wasser, poröses Material und zu wenig Sonne. Die Fliesen saugen Feuchtigkeit auf, die in winzigen Rissen hängen bleibt – besonders in schattigen Bereichen. Dort entsteht dann dieser rutschige Film, der laut Experten die Griffigkeit um bis zu 30 Prozent reduzieren kann. Echte Sturzgefahr also.

Manche Profis schwören auf eine Mischung aus Chlorbleiche und Wasser im Verhältnis eins zu eins – eine 750-ml-Flasche kostet etwa 0,55 Pfund, umgerechnet rund 0,65 Euro. Die Firma Furniture Clinic warnt allerdings: „Man muss vorsichtig sein, denn das kann Pflanzen, Rasen und Tieren schaden. Sie können zwar die umliegenden Pflanzen vorher mit Wasser besprühen, um überschüssiges Spray zu verdünnen“, erklärt das Unternehmen. Weiter heißt es: „Chlor tötet zwar die Algen momentan ab, ist aber keine umweltfreundliche Option und kann manchmal Farbe und Aussehen der Oberfläche verändern.“ Grund genug, nach einer schonenderen Alternative zu suchen – direkt im Küchenschrank.

Das Wundermittel für 50 Cent steht in Ihrer Küche

Wer grüne Terrassenflecken bekämpfen will, ohne den Garten zu ruinieren, greift zu Essig – einem simplen Küchenprodukt. Die enthaltene Essigsäure stört den Stoffwechsel der Algen und löst den grünen Film effektiv ab. Eine Billigflasche Haushaltsessig gibt’s schon für etwa 0,35 Pfund, also ungefähr 0,40 bis 0,50 Euro pro Liter. Das reicht für mehrere Reinigungsdurchgänge.

Bei Außenfliesen, Beton oder nicht-kalkhaltigen Pflastersteinen empfehlen Fachleute eine Mischung aus je zur Hälfte warmem Wasser und Essig. Zuerst fegen, dann die grünen Stellen großzügig einsprühen, 15 bis 30 Minuten einwirken lassen, mit dem Schrubber bearbeiten und abspülen. Auf Holzterrassen sollte die Verdünnung deutlich schwächer sein – etwa ein Teil Essig auf zehn Teile Wasser – und die Einwirkzeit ganz kurz halten.

Vorsichtsmaßnahmen und wie Sie vorbeugen können

Essig bleibt eine Säure, auch wenn sie mild wirkt. Auf Kalkstein, Travertin oder kalkhaltigem Beton kann er die Oberfläche angreifen oder Verfärbungen hinterlassen. Solche Materialien brauchen pH-neutrale Reiniger. Auch hochkonzentrierte Haushaltsessige, die speziell als Putzmittel verkauft werden, sollten Sie im Garten meiden – ihr Einsatz als Unkrautvernichter ist in der EU ohnehin verboten.

Bei hartnäckigen grünen Ablagerungen verstärkt eine Paste aus Natron und Wasser die Wirkung. Einfach auftragen, zwanzig Minuten warten, schrubben. Falls selbst das nicht reicht, können Sie punktuell verdünnte Bleiche einsetzen – aber nur mit gründlichem Nachspülen. Damit die Algen gar nicht erst zurückkehren, sollten Sie regelmäßig fegen, die Entwässerung verbessern, Dauerschatten vermeiden und ein- bis zweimal jährlich eine Grundreinigung einplanen.

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