Der Frühlingsfehler, der Ihren Rasen das ganze Jahr ruiniert
Wenn der Winter sich verabschiedet, zeigt sich in vielen deutschen Gärten das gleiche traurige Bild: eine unebene, vergilbte Rasenfläche voller Moos. Sobald die ersten warmen Sonnenstrahlen durchbrechen, greifen die meisten Hobbygärtner sofort zum Rasenmäher. Genau hier liegt das Problem – dieser März-Fehler beim Rasenmähen schwächt das Gras für die gesamte kommende Saison. Der renommierte britische Gartenexperte Monty Don rät dringend zu mehr Zurückhaltung.
Die englische Presse Express verspricht, dass „Rasenflächen moosfreier und dichter als jemals zuvor werden nach Monty Dons einfacher März-Aufgabe“. Dabei geht es um sein Frühjahrsprogramm, das komplett ohne Chemikalien auskommt. Der Schlüssel liegt für ihn in der Bodengesundheit und einem deutlich schonenderen Mähansatz als allgemein angenommen. Der eigentliche Fehler versteckt sich in der Schnitthöhe.
Warum Monty Don vor diesem März-Fehler beim Rasen warnt
Am ersten milden Wochenende stellen die meisten Menschen den Rasenmäher ziemlich tief ein – ähnlich wie im Hochsommer – und schneiden das Gras radikal kurz, damit es ordentlich aussieht. Für Monty Don ist das genau der falsche Weg. In einem Interview, das Devon Live zitiert, erklärt er unmissverständlich: „Das Gras wird im März gemäht werden müssen, aber schneiden Sie es nicht zu kurz. Geben Sie ihm nur einen leichten Schnitt für den Rest dieses Monats.“
Diese moderate Schnitttechnik fördert laut Monty Don das Wurzelwachstum und macht das Gras widerstandsfähiger gegen Trockenperioden. Zahlreiche Fachleute empfehlen übrigens, beim ersten Schnitt niemals mehr als ein Drittel der Halmlänge zu entfernen und eine Grashöhe von etwa 5 bis 7 Zentimetern anzustreben. Seine Philosophie fasst er so zusammen: „In neun von zehn Fällen kümmert sich alles andere von selbst, wenn das Gras gesund ist“.
Moos und schlechte Drainage – das wahre Rasenproblem
Monty Don betrachtet Moos hauptsächlich als Warnsignal. Auf seiner Website, die Devon Live zitiert, erklärt er: „Der beste Rasen liebt sehr gut durchlässigen Boden. Moos ist zum Beispiel immer ein Symptom für schlechte Drainage, verschlimmert durch Schatten. Leider wird selbst der am besten vorbereitete Boden durch verflochtene Wurzeln, Regen und vor allem die normale Familiennutzung verdichtet. Die Lösung besteht darin, mindestens einmal im Jahr daran zu arbeiten, indem man eine Grabegabel in den Boden steckt und sie bewegt, wobei man den Vorgang etwa alle sechs Zoll wiederholt.“
Im März nutzt er deshalb einen Boden, der noch feucht, aber weder gefroren noch schwammig ist, um die gesamte Rasenfläche mit einer Grabegabel zu belüften. Die Zinken dringen etwa 8 bis 10 Zentimeter tief ein, dann bewegt man das Werkzeug leicht, bevor man alle 15 Zentimeter auf der gesamten Fläche von vorne beginnt. Diese Tausende kleiner Löcher entlasten die Erde, verbessern die Drainage und ermöglichen den Graswurzeln das Atmen – dort, wo Moos zuvor von wassergesättigtem Terrain profitierte.
Monty Dons März-Technik für dichteren Rasen
Nachdem die Rasenfläche durchlöchert ist, folgt bei Monty Don das Topdressing. Er empfiehlt: „Mischen Sie gleiche Teile gesiebten Kompost, groben Sand und Kompost oder gesiebte Blätter. Wenn Sie diese Dinge nicht zur Hand haben, dann reicht einfach grober oder silberner Sand.“ Anschließend: „Verteilen Sie es über den Bereich, den Sie bearbeitet haben, und bürsten Sie es mit einem steifen Besen ein, wobei Sie die Löcher mit der Mischung füllen. Dies wird die Drainage unterstützen und das Gras nähren.“
Zur Vervollständigung rät er zum Vertikutieren: „Es lohnt sich auch, den Rasen mit einem Eisenrechen abzukratzen.“ „Das wird den gesamten Rasenfilz und das Wintermoos entfernen und Licht und Wasser ermöglichen, den Boden und die Graswurzeln zu erreichen.“ Die Abfälle kommen auf den Kompost, erst danach erfolgt ein hoher, leichter Schnitt. Monty Don warnt: „Es wird etwa eine Woche lang etwas kahl aussehen, aber es wird dichter als je zuvor nachwachsen.“
Die März-Routine im Überblick
Die komplette Methode von Monty Don basiert auf vier aufeinander abgestimmten Schritten. Erstens die tiefe Belüftung mit der Grabegabel, um verdichtete Bereiche aufzulockern. Zweitens das Topdressing mit der Sand-Kompost-Mischung für verbesserte Drainage. Drittens das Vertikutieren, um Moos und Rasenfilz zu beseitigen. Viertens ein sanfter, hoher Schnitt statt radikaler Kürzung.
Diese Kombination aus Bodenverbesserung und schonendem Mähen schafft optimale Bedingungen für kräftiges Wurzelwachstum. Das Ergebnis: ein Rasen, der den Sommer über grün und gesund bleibt, statt bereits im Juni gelb und dünn zu werden. Der zeitliche Aufwand mag größer erscheinen als beim einfachen Mähen, doch die Investition zahlt sich über Monate aus.










