Gehwegplatten-Unkraut für immer loswerden – dieses Haushaltspulver wirkt Wunder

Wenn sich hartnäckiges Grün in jede Ritze zwängt

Frisch gefegt und trotzdem grün durchzogen – kennen Sie das? Die Unkräuter zwischen den Pflastersteinen haben ein erstaunliches Talent, selbst die schönste Terrasse ungepflegt aussehen zu lassen. Man rupft sie mühsam einzeln heraus, kratzt die Fugen sauber, schwört sich: nie wieder. Doch schon nach wenigen Tagen sprießen sie erneut, diesmal noch zahlreicher, und nutzen jeden winzigen Spalt im Beton als Einladung.

Sobald die warmen Tage zurückkehren, erobern diese robusten Gewächse Gehwege, Treppenstufen, Einfahrten und Terrassenfugen im Sturm. Viele greifen zu Salz, Essig oder kochendem Wasser – Methoden mit wechselhaftem Erfolg, die zudem den Boden belasten können. Dabei versteckt sich ein viel unauffälligerer Helfer oft schon im Haushalt, gleich neben dem Waschmittel: Borax, verwandelt in ein selbstgemachtes Unkrautvernichtungsmittel speziell für Fugen und Ritzen. Die angenehme Überraschung: Vielleicht besitzen Sie es bereits.

Warum Unkraut ausgerechnet Ritzen und Fugen so liebt

Ein Riss im Gehweg oder zwischen zwei Platten ist mehr als nur ein optischer Makel. In diesem schmalen Spalt sammeln sich mit jedem Regenschauer und Besenstrich Staub, Sand und Erdpartikel. Schicht für Schicht entsteht so ein regelrechtes Mini-Substrat, perfekt für die Keimung von Samen, die Wind, Vögel oder Schuhsohlen herbeitragen.

Mineralische Materialien erwärmen sich unter Sonneneinstrahlung rasch und speichern diese Wärme – ideale Bedingungen, die Keimung und Wachstum von Wildkräutern beschleunigen. Die Wurzeln bahnen sich ihren Weg tief hinein, nutzen jede noch so kleine Öffnung in Beton oder Pflaster. Entfernt man nur den oberirdischen Teil, treibt binnen weniger Tage ein neuer Trieb aus: Die Pflanze zehrt einfach von der unter der Oberfläche verborgenen Restwurzel.

Borax gegen Fugenkraut – eine einfache Lösung zum Selbermachen

Ursprünglich ist Borax ein vielseitiger Reiniger in Pulverform, weiß und feinkörnig. Man kennt es auch unter den Bezeichnungen Natriumtetraborat, Natriumborat oder Dinatriumtetraborat. Im Haushalt verstärkt es die Waschwirkung, unterstützt die Grundreinigung und findet sich in manchen Ameisenmitteln auf Basis von Borsäure. Seine alkalische Natur macht es für die meisten Pflanzen giftig: Auf unerwünschte Kräuter aufgebracht, wirkt es wie ein Herbizid, das sie allmählich eingehen lässt.

Für eine Borax-Lösung zur Behandlung größerer Steinflächen wie Einfahrten, Gehwege oder Terrassen empfiehlt sich eine gängige Mischung von etwa 283 Gramm Pulver auf 9,5 Liter Wasser. Am besten Handschuhe überziehen, um Hautreizungen vorzubeugen, dann das Pulver in lauwarmem Wasser in einem Eimer auflösen und die Flüssigkeit in eine Gießkanne mit feiner Tülle oder einen Sprüher umfüllen. Anschließend direkt auf das Unkraut gießen oder sprühen, dabei Blätter gründlich benetzen und die Lösung in jede Fuge sickern lassen – bei trockenem, windstillem Wetter.

Sicherer Umgang mit Borax und dauerhafte Vorbeugung

Bei sehr kleinen Bereichen tragen manche das Borax direkt als Pulver gezielt auf und kehren den Überschuss anschließend weg. Diese Methode eignet sich ausschließlich für Stellen, wo das Mittel nicht auf Rasen, Beete oder Gemüsegärten gelangen kann, denn es bleibt für sämtliche Pflanzen schädlich. Zudem sollten Haustiere und kleine Kinder während Anwendung und Trocknungsphase ferngehalten werden, die Pulverdose gehört danach an einen verschlossenen Ort. Ziel ist nicht die flächendeckende Verteilung, sondern die gezielte Behandlung jener Ritzen, in denen keinerlei Bewuchs erwünscht ist.

Sobald die Büschel nach einigen Tagen sichtbar vertrocknet sind, lassen sich abgestorbene Pflanzenreste und Wurzeln mühelos per Hand oder mit einem kleinen Werkzeug entfernen. Um Neuaustrieb zu verhindern, die Zwischenräume anschließend mit geeignetem Fugenmaterial verschließen: Mörtel, Polymersand oder spezielle Pflasterfugenmasse, je nach Art der Terrasse oder Einfahrt. Regelmäßiges Fegen, um Laub, Erde und Samen aus den Fugen zu befördern, rundet diese wirklich simple Routine ab – so bleiben Ihre Steinflächen dauerhaft sauber, ohne dass Sie stundenlang auf Knien zwischen den Platten verbringen müssen.

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