Vier versteckte Gartenzimmer mitten in der Stadt
In einer gewöhnlichen Wohnsiedlung in Eugene, mitten im Herzen von Oregon, hat sich ein kleiner Stadtgarten in ein faszinierendes Netzwerk aus Freiluft-Wohnzimmern verwandelt. Während sich die meisten Menschen mit einer Terrasse und einem Rasen zufriedengeben, erschuf Pamela Pearce mehrere Außenräume zum Sitzen, Plaudern, Basteln und gemeinsamen Essen.
Jede Ecke lädt dazu ein, länger zu verweilen – egal zu welcher Jahreszeit oder Tageszeit.
Aus Platzmangel wird kreative Raumaufteilung
Die Gartengestalterin lebt auf einem Grundstück in Standardgröße, in einem milden und feuchten Klima der Zone 8b. Anstatt diese Begrenzung als Hindernis zu sehen, nutzte sie die Fläche, um den Raum in mehrere intime Gartenzimmer aufzuteilen.
Diese sogenannten Garden Rooms sind durch Wege miteinander verbunden und von üppiger Vegetation umhüllt. Wie wurde dieser bescheidene Stadtgarten zu einem so vielseitigen Treffpunkt?
Das Konzept hinter den versteckten Außenräumen
Pamela Pearce beschreibt ihr Projekt klar und einfach: „Mein Garten liegt auf einem typischen städtischen Grundstück in Eugene, Oregon (Zone 8b). Obwohl der Garten relativ klein ist, habe ich den Raum in verschiedene Bereiche oder Gartenzimmer unterteilt – ein Konzept, das der britische Gartengestalter John Brookes berühmt machte.“
Als Gartenplanerin betont sie immer wieder: Ein Garten erfüllt viele Funktionen, aber vor allem muss er Orte zum Verweilen bieten. Einen Tisch für Familienessen oder Treffen mit Freunden. Ein kleines Versteck mit ein oder zwei Stühlen.
Diese Philosophie fasst Pamelas Ansatz perfekt zusammen: Zuerst an die Nutzung denken, dann an die Pflanzen. Das ozeanische Klima von Eugene mit feuchten Wintern und eher trockenen Sommern ermöglicht es ihr, einen Großteil des Jahres draußen zu leben.
Vier unterschiedliche Räume für jede Stimmung
Beim Betreten der hinteren Terrasse findet man sich in einer Art üppigem Außenwohnzimmer wieder. Töpfe voller Blattwerk, Hängeampeln und Pflanzen an jeder Wand umgeben ein bequemes Sofa und mehrere Sessel.
Je nach Laune kann man sich hier zum Lesen ausstrecken, mit Freunden plaudern oder einfach die Frische der Vegetation genießen. Dieser erste Raum dient als geselliges Herzstück, ganz nah am Haus – perfekt für einen schnellen Kaffee oder einen langen Sommerabend.
Ein paar Schritte weiter übernimmt ein vollwertiges Outdoor-Esszimmer die Hauptrolle. Ein großer Tisch mit Stühlen wird zur Kulisse für Sommerdinners oder Frühstücke in der frischen Morgenluft. Rundherum erschafft eine Wand aus dichtem Blattwerk eine spektakuläre Kulisse und schützt vor neugierigen Blicken.
Etwas versteckter liegt eine schattige Ecke unter Bäumen und Kletterpflanzen. An sehr heißen Tagen wird dieser abgeschiedene Rückzugsort zum idealen Platz für zwei Personen – kühl und ruhig.
Wege schaffen Verbindungen zwischen den Räumen
Auch im Winter bleibt der Garten lebendig. Pamela organisierte dort eine Kranzbastel-Party mit ihren Freunden. Die Wege, die jedes Gartenzimmer miteinander verbinden, erschaffen einen kleinen Rundgang und verstärken den Eindruck von Weite.
Um sich davon inspirieren zu lassen, genügt es, zwei oder drei Nutzungszwecke festzulegen, einfache Wege anzulegen und jede Ecke mit einladender Vegetation zu umgeben.
Praktische Umsetzung für den eigenen Garten
Das Geheimnis liegt in der klaren Funktionszuweisung für jeden Quadratmeter. Strukturiert durch grüne Wände, einige gebaute Elemente und Wege, die den Blick und die Schritte natürlich zum nächsten Gartenzimmer lenken.
Selbst auf kleinen Grundstücken lässt sich diese Idee verwirklichen. Mit strategisch platzierten Pflanzen, klar definierten Bereichen und durchdachten Sitzgelegenheiten entsteht ein Garten, der zum Bleiben einlädt – Sommer wie Winter.










