Dieser Garten in Georgia strotzt bis Januar vor Farben: Das macht die Besitzerin, während anderswo alles verwelkt

Ein Farbenmeer mitten im Winter – während andere Gärten schlafen

Während sich die meisten Gärten im Winter unter grauen Himmel zurückziehen, erstrahlt ein kleines Grundstück in Griffin, Georgia, bis spät in die Saison in leuchtendem Gelb, zartem Rosa und strahlendem Weiß. In diesem südlichen Winkel der Vereinigten Staaten hört Connie Raines‘ Garten nicht einfach nach dem Sommer auf zu blühen. Stattdessen präsentiert er farbenfrohe Szenen vom Sonnenaufgang im September bis zu überraschenden Blüten im Januar.

Diese außergewöhnliche Farbenpracht ist kein Zufall. Dahinter steckt fast ein ganzes Leben voller Leidenschaft für Pflanzen. Heute in der Winterhärtezone 8b beheimatet, gärtnert Connie seit mehreren Jahrzehnten und hat ihre Pflanzen von Haus zu Haus mitgenommen. Dabei setzt sie konsequent auf sanfte Methoden. Das amerikanische Magazin Fine Gardening hat diese üppige Gartenlandschaft kürzlich vorgestellt – ein lebendiger Beweis dafür, dass ein gewöhnliches Grundstück mit günstigem Klima zu einem sich ständig wandelnden Gemälde aus Farben werden kann.

39 Jahre Gartenkunst – eine Lebensreise durch drei Häuser

Connie Raines fasst ihren beeindruckenden Werdegang prägnant zusammen: „Neununddreißig Jahre Gartenarbeit… in drei verschiedenen Häusern. Viele Pflanzen wurden vom ursprünglichen Haus in das übertragen, was jetzt das dritte Haus ist. Biologisches Gärtnern seit 1995“, erklärt sie gegenüber Fine Gardening. Jeder Umzug bot ihr die Gelegenheit, Ableger und Stücke ihres alten Gartens mitzunehmen, bis sie im Laufe der Jahre eine wahre Sammlung lebendiger Erinnerungen zusammengestellt hatte.

Unter diesen treuen Begleitern nimmt ein Büschel Sonnenhut, das ihr 1987 von einer Nachbarin geschenkt wurde, einen ganz besonderen Platz ein. Es blüht noch heute strahlend neben den neueren Pflanzungen. In diesem milden Klima erlebt sogar die erfahrene Gärtnerin überraschende Momente: „Versteckt unter einem Fingerhut – ein blühender Sonnenhut im Januar!“, staunt sie. Diese Blüten außerhalb der Saison, unterstützt von einem fast überwuchernden Estragon-Beet und leuchtenden Zinnien, verleihen dem farbenprächtigen Garten in Georgia seinen nahezu ganzjährigen Charakter.

Georgias Klima als Geheimwaffe für winterliche Blütenpracht

Dass dieser Garten mitten im Winter Blumen hervorbringt, verdankt sich dem Klima im Zentrum von Georgia. Der Bundesstaat liegt größtenteils in den Winterhärtezonen 7 und 8, mit langen Herbsten und gemäßigten Wintern. Nördlich von Atlanta tritt der erste Frost durchschnittlich um den 15. November ein, was mehrere Monate milder Temperaturen nach der Sommerhitze ermöglicht – ideal für neue Pflanzungen und üppig grünes Laub.

In Griffin, klassifiziert als Zone 8b, profitiert Connie von in der Regel moderaten Wintern. Sie kombiniert Nachtkerzen, himbeerrote Hahnenkämme und Zinnien, bevor Sonnenhut und andere Stauden das Zepter übernehmen. Ein vergleichbares Klima findet sich in Frankreich in manchen Küstenregionen im Süden und Westen, wo der Winter oft mild bleibt und Gärten einen Großteil des Jahres in voller Blüte stehen können.

So holen Sie sich Connies Farbwunder in Ihren eigenen Garten

Um diese Fülle zu organisieren, setzt Connie auf einige markante Gestaltungselemente. Im Zentrum zieht ein alter Metallbogen die Blicke auf sich: „Ein Bogen, ursprünglich von einer Farm aus dem Jahr 1913, umgesiedelt in unseren Garten nahe dem Bach. Jetzt sein drittes Zuhause“, erzählt sie. Um diese Struktur ranken sich Kletterpflanzen, Nachtkerzen öffnen sich bei Einbruch der Dunkelheit, und die Sonnenaufgänge im September setzen die Gartenvolumen eindrucksvoll in Szene.

Ihr Erfolgsgeheimnis liegt ebenso in der Pflanzenauswahl wie in der Zeit, die sie im Garten verbringt. Treu ihrem biologischen Gärtnern, das sie seit 1995 praktiziert, verzichtet sie auf chemische Produkte und fördert lebendigen Boden. In diesem Klima empfehlen die landwirtschaftlichen Dienste Georgias genau das: regelmäßig organisches Material einarbeiten und den Boden durch Mulchen schützen, damit der Garten optimal gedeiht. Die Kombinationen sehr farbintensiver einjähriger Pflanzen wie Nachtkerzen, Hahnenkämme und Zinnien verstärken den Effekt noch: „Die Nachtkerzen fühlen sich hier pudelwohl!“, lächelt sie.

Nach oben scrollen