Frühjahr: Dieser simple Trick mit angeschlagenem Obst rettet Gartenvögel – oder schadet ihnen

Wenn der Garten zum Leben erwacht: Kritische Wochen für Wildvögel

Jetzt herrscht Hochbetrieb zwischen Rasen und Hecken: Spatzen, Stare, Amseln und Rotkehlchen huschen geschäftig umher, im Schnabel Halme oder Insekten. Von März bis Mai durchleben sie ihre anspruchsvollste Phase – die Brut- und Nistzeit fordert Altvögel wie Jungvögel weit mehr als selbst die härtesten Wintermonate.

Für unsere gefiederten Gartenbesucher markiert dieser Frühling einen Wendepunkt: Nestbau, Brüten, unzählige hungrige Schnäbel vom Morgengrauen bis zur Abenddämmerung. Viele Gartenbesitzer möchten unterstützen, haben aber gehört, dass Fütterung problematisch sein kann. Wie gelingt die Vogelfütterung im Frühjahr richtig?

Warum der Frühling alles verändert: Neue Herausforderungen für Amsel und Co.

Mitten in der Hochsaison pendeln Amseln, Haussperlinge, Rotkehlchen und Stare rastlos zwischen Nest und Garten, manchmal sogar für zwei aufeinanderfolgende Bruten. Das französische Amt für Biodiversität bestätigt: Der Nahrungsbedarf steigt dramatisch, doch die Zufütterung sollte außerhalb des Winters zeitlich begrenzt bleiben. Der Grund? Große Vogelschwärme begünstigen die Ausbreitung von Krankheiten.

Äpfel und Birnen: Die überraschend wirksame Unterstützung für Drosseln und Amseln

Für schnelle, kostengünstige Hilfe empfiehlt die Royal Society for the Protection of Birds eine unkomplizierte Methode: Obst. „Sie können Reste wie Trockenfrüchte oder frisches Obst wie Äpfel und Birnen anbieten. Verwenden Sie nichts Schimmeliges oder Salziges, und falls Sie einen Hund haben, verzichten Sie auf Trockenfrüchte – Weintraubenprodukte wie Rosinen können für Hunde giftig sein. Obst, besonders angeschlagene Äpfel und Birnen, finden bei Drosseln und Amseln großen Anklang“, erklärt die RSPB laut der britischen Zeitung „Daily Express“.

Die praktische Umsetzung ist denkbar einfach: Äpfel und Birnen in Viertel schneiden und auf einem Vogeltisch oder direkt auf dem Rasen auslegen. „Amseln sind zu groß für die meisten hängenden Futterstellen. Um sie in Ihren Garten zu locken, legen Sie das Futter besser auf einen Vogeltisch oder verteilen es am Boden“, präzisiert die RSPB weiter. Wählen Sie eine übersichtliche Stelle, weit entfernt von Büschen, in denen Katzen lauern könnten.

Sauberkeit entscheidet: So helfen Sie, ohne Risiken zu schaffen

Das französische Amt für Biodiversität betont einen entscheidenden Aspekt: Eine verschmutzte Futterstelle verwandelt sich rasch in eine Keimschleuder. Die RSPB stimmt zu: „Die Hygiene an Futterstellen ist außerordentlich wichtig. Entfernen Sie Reste bei jeder Füllung mit frischem Futter und reinigen Sie die Futterstellen wöchentlich mit einer milden Desinfektionslösung.“

Damit diese Unterstützung wirklich nützt statt schadet, genügen einige grundlegende Maßnahmen im Alltag:

  • nur kleine Mengen anbieten, die innerhalb von 24 Stunden verzehrt werden;
  • Obstreste und Kot rund um die Tische regelmäßig beseitigen;
  • Tische, Futterstellen und Wasserschalen konsequent reinigen;
  • Futter und Wasser außerhalb der direkten Reichweite von Katzen platzieren.
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