Dieser einfache Handgriff bei Hecken vor März – sonst ärgern Sie sich den ganzen Frühling

Warum Sie jetzt handeln müssen, bevor es zu spät ist

Wenn der Winter langsam ausklingt, stehen Gartenbesitzer oft ratlos vor ihren Hecken. Schneiden oder warten? Der 76-jährige britische Gartenmeister Alan Titchmarsh, legendäres Gesicht der BBC, hat darauf eine klare Antwort: Es gibt eine kinderleichte Aufgabe, die jetzt erledigt werden muss. Wer bis März wartet, könnte ein echtes Problem bekommen.

In einem kürzlich veröffentlichten TikTok-Video erklärt der Experte, dass die ausgehende Winterzeit der perfekte Moment für Heckenpflege ist. Die Maßnahme, die er für unverzichtbar hält, betrifft sommergrüne Hecken – jene Gewächse, die ihr Laub abwerfen. Sie sollten geschnitten werden, solange sie noch ruhen, ehe Vögel sich einnisten und gesetzliche Vorgaben strenger werden.

Das enge Zeitfenster für laubabwerfende Hecken

Alan Titchmarsh betont, dass die Gelegenheit begrenzt ist. Laubabwerfende Hecken lassen sich jetzt gefahrlos stutzen, denn die Brutsaison hat noch nicht richtig begonnen, wie er in einem Video erläutert, das von DevonLive aufgegriffen wurde. Sobald die Vögel mit dem Nestbau anfangen, rät der Star-Gärtner dringend davon ab, die Schere anzusetzen – zum Schutz der Tierwelt.

In Großbritannien datiert die Royal Society for the Protection of Birds die Hauptbrutzeit zwischen März und August. Die absichtliche Zerstörung eines aktiven Nests verstößt dort gegen den Wildlife and Countryside Act von 1981. Auch in Deutschland empfehlen Naturschutzbehörden und Vogelschutzorganisationen, Heckenschnitte zwischen Mitte März und Ende Juli zu unterlassen, da zahlreiche Arten diese grünen Schutzräume für ihre Brut nutzen.

Welche Hecken jetzt dran sind und welche Ruhe brauchen

Zu den sommergrünen Hecken zählen beispielsweise Hainbuche, Haselnuss, Weißdorn oder heimische Mischhecken mit verschiedenen Sträuchern. Am Winterende stehen diese Pflanzen kahl da, ihre Struktur ist gut erkennbar und der Saftfluss bleibt gering – das minimiert Stress. Fachleute empfehlen nun, frische Triebe einzukürzen, die Form zu korrigieren und die Basis zu verdichten, damit die Hecke im Frühling schön dicht austreibt.

Für immergrüne Hecken gilt ein anderer Rhythmus. Alan Titchmarsh nennt als Beispiel die Eibe, die sich besser im Herbst schneiden lässt: Dieses Nadelgehölz pflegt man seiner Ansicht nach lieber im September oder Oktober, nach Abschluss des Wachstums, damit es während Winter und Frühjahr „sauber und gepflegt“ wirkt. Andere immergrüne Arten wie Kirschlorbeer, Lebensbaum oder Leyland-Zypresse vertragen einen leichten Rückschnitt eher im Spätsommer.

So gelingt die simple Aufgabe ohne Störung der Vogelwelt

Bevor Sie loslegen, sollten Sie einen trockenen, frostfreien Tag wählen. Sehr feuchte Tage sind vor allem beim Buchsbaum problematisch, weil Pilze sich bei Nässe auf Blättern und Werkzeugen besonders gut verbreiten. Eine kurze Inspektion der Hecke ist ebenfalls Pflicht: Selbst im Februar können frühreife Amseln oder Meisen bereits Nistplätze testen – jedes aktive Nest bedeutet Aufschub.

Dann folgt der eigentliche Schnitt: Beginnen Sie oben, falls die Hecke zu hoch geworden ist, und gleichen Sie anschließend die Seiten an. Geben Sie der Hecke eine Form, die unten etwas breiter ist als oben, damit Licht alle Bereiche erreicht. Alan Titchmarsh mahnt während der gesamten Arbeit zur Vorsicht: Heckenscheren seien extrem scharfe Werkzeuge. Handschuhe, Schutzbrille und Gehörschutz gehören zur Grundausstattung, denn selbst kleinste umherfliegende Pflanzenteile können Sie in die Notaufnahme bringen.

Quellen

  • Marie France
    Alan Titchmarsh ne veut jamais de cet arbre très à la mode dans les petits jardins : sa raison va vous faire hésiter
  • Mon Jardin Ma Maison
    Alan Titchmarsh conseille 5 fleurs d’hiver, dont un arbuste qui divise… et il bannit cette plante du jardin
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