Die natürliche Waffe gegen Unkraut, die Gartenexperten schwören
Jedes Frühjahr dasselbe Bild: Beete voller unerwünschter Pflanzen, Wege von wildem Grün überwuchert, stundenlang auf den Knien beim Jäten. Viele verzichten mittlerweile auf chemische Unkrautvernichter – aus Sorge um Gesundheit und Umwelt. Doch was stattdessen tun? Erfahrene Gärtner setzen auf eine völlig andere Strategie, die rein pflanzlich ist und überraschend unauffällig wirkt.
Die Lösung sind Bodendecker gegen Unkraut: Statt nackten Boden zu belassen, bedeckt man ihn mit niedrig wachsenden Pflanzen, die einen dichten Teppich bilden. „Mit Bodendeckern verschönern Sie nicht nur Ihren Garten – Sie geben ihm eine natürliche Verteidigung gegen Unkraut“, erklärt Chris Ware, Gartenexperte bei Climbing Wild Gardeners. Klingt spannend, oder?
So ersticken Bodendecker das Unkraut wirksam
Konkret wachsen diese Pflanzen bodennah und breiten sich schnell aus. „Durch die dichte Bodenbedeckung blockieren Bodendecker das Sonnenlicht und verhindern so, dass Unkrautsamen keimen können“, erklärt Chris Ware weiter. Ohne Licht bleiben die Samen schlafender Beikräuter im Ruhezustand, während Ihre Beete optisch harmonischer wirken.
Doch die Lichtbarriere ist nicht der einzige Vorteil: Die Pflanzenteppiche speichern Feuchtigkeit, verringern Erosion und schützen den Boden vor starkem Regen wie vor Hitzeperioden, wie mehrere Gartenratgeber bestätigen. Manche Sorten bleiben selbst in kühleren Monaten dekorativ und halten so den Garten ganzjährig bedeckt. Das Ergebnis: weniger Gießaufwand, keine nackten Stellen, deutlich weniger Jäten und insgesamt geringerer Pflegebedarf.
Welche Bodendecker eignen sich am besten gegen Unkraut
Bevor Sie lospflanzen, betont Chris Ware die Wichtigkeit, Ihr Grundstück zu kennen: Bodenart, Sonne oder Schatten, Feuchtigkeit. Für gut durchlässige, lehmige oder sandige Böden empfiehlt er „Glandora prostrata, auch bekannt als ‚Heavenly Blue‘ – ein robuster Immergrüner, der Unkraut hervorragend unterdrückt und das ganze Jahr über üppig grün bleibt“.
„Das ist eine ausgezeichnete Wahl für lehmige oder sandige, gut durchlässige Böden. Wenn Ihr Boden schwerer ist und zur Wasserspeicherung neigt, sollten Sie das Beet erhöhen oder Alternativen wie Bergenia purpurascens oder Rhododendron Bloombux in Betracht ziehen“, fügt der Experte hinzu.
Für kühlere oder halbschattige Bereiche bietet Bergenia purpurascens immergrünes, dichtes Laub, das den Fuß von Sträuchern perfekt bedeckt. Rhododendron Bloombux, kompakt und dicht, fungiert als kleiner Buchs-Ersatz und begrünt dabei den Boden. Winterharte Geranien, Kriechender Günsel, Fetthennen und Immergrün runden das Sortiment je nach Standort ab.
Richtig vorbereiten und pflanzen für ein nahezu unkrautfreies Beet
Damit diese Bodendecker ihre Aufgabe wirklich erfüllen, raten Fachleute, mit einem sorgfältig gejäteten Beet zu starten – insbesondere hartnäckige mehrjährige Unkräuter entfernen. Dann eng pflanzen, sodass sich der Teppich innerhalb von ein bis zwei Jahren schließt. „Indem Sie Unkraut natürlich unterdrücken, sparen Sie langfristig Zeit, Mühe und Geld – und genießen einen ganzjährig blühenden Garten“, fasst Chris Ware zusammen.










