Hühner bei Regen draußen lassen? Diese Wahrheit überrascht die meisten Halter

Regenschauer im Garten – was tun mit den Hühnern?

Wer Hühner im eigenen Garten hält, stellt sich immer wieder dieselbe Frage: Dürfen die gefiederten Freunde wirklich draußen bleiben, wenn es in Strömen regnet? Die Antwort von Experten des Geflügelhaltungs-Netzwerks wird viele überraschen.

Hühner sind fühlende Lebewesen mit besonderen Bedürfnissen

Die Haltung von Hühnern bietet unbestreitbare Vorteile. Diese Tiere zeigen sich als sensible Geschöpfe, die liebevoll, anhänglich und erstaunlich intelligent agieren können. Der praktische Nutzen liegt auf der Hand: Jede Henne liefert etwa ein Ei pro Tag – ein echter Gewinn für jeden Haushalt.

Doch bei aller Freude über frische Eier sollten Halter nicht vergessen: Hühner sind weit mehr als bloße Eierlieferanten. Es handelt sich um empfindungsfähige Wesen, die ausreichend Platz zum Leben benötigen sowie tägliche Zuwendung und Aufmerksamkeit verdienen. Die Frage nach ihrer Empfindlichkeit gegenüber Niederschlag ist daher keineswegs nebensächlich.

Vertragen Hühner Regen – oder nicht?

Nicht jedes Huhn reagiert gleich auf schlechtes Wetter. Manche Tiere zeigen sich robuster gegenüber Kälte, Frost, Wind oder Nässe als andere. Das Federkleid fungiert als natürlicher Regenschutz – es wirkt wie eine isolierende, wasserabweisende Schutzschicht.

Allerdings unterscheidet sich das Gefieder von Rasse zu Rasse erheblich. Deshalb erleben Halter oft, dass einige ihrer Hühner den Regen regelrecht genießen, während andere bereits bei den ersten Tropfen schnurstracks zum Stall eilen. Ein Unterschlupf sollte daher immer verfügbar sein. Dieser schützt zudem nachts vor Fressfeinden. Unser Tipp: In hochwassergefährdeten Regionen empfiehlt sich ein Hühnerstall auf Stelzen – Ihre Tiere werden es danken.

Manche Hühnerrassen leiden stärker unter Nässe

Grundsätzlich reagieren Hühner empfindlich auf hohe Luftfeuchtigkeit – besonders wenn Regen und Wind zusammenkommen. Bleiben die Tiere zu lange Kälte und Nässe ausgesetzt, drohen verschiedene Erkrankungen wie Fußräude, Schnupfen oder Coryza, eine Infektion der Atemwege und Augen.

Hinzu kommt: Bestimmte Rassen zeigen sich deutlich anfälliger für Witterungseinflüsse als andere. Ein klassisches Beispiel ist das Seidenhuhn, dessen Gefieder besonders durchlässig ist. Bei ungünstigen Wetterbedingungen sollten solche Tiere unbedingt geschützt werden – hier gilt Vorsorge statt Nachsorge.

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