15 verblüffende Wege, alte Badezimmer-Ausstattung neu zu nutzen

Wenn Sanitärobjekte zu wertvoll für den Müll werden

Eine ausgebaute Badewanne, ein rissiges Waschbecken oder eine ausgediente Toilette – normalerweise landen solche Gegenstände direkt auf dem Wertstoffhof. Doch genau hier beginnt eine faszinierende Verwandlung.

Diese sperrigen Objekte sowie kleine Badezimmer-Accessoires bergen ungeahntes Potenzial für Haus und Garten. Das Beste daran: Die Verwandlung kostet praktisch nichts und schont gleichzeitig die Umwelt.

Kreative Köpfe haben mittlerweile 15 überraschende Methoden entwickelt, um Badezimmer-Zubehör völlig neu einzusetzen. Die Bandbreite reicht vom Gartenteich bis zum Designer-Möbelstück. Selbst Aufbewahrungssysteme aus dem Badezimmer finden neue Bestimmungen in Küche oder Flur.

Badezimmer-Organizer erobern Küche und Wohnbereich

JONAXEL-Schubladen beispielsweise verwandeln sich in praktische Vorratskammern. Ein Nutzer berichtet begeistert: „Wir nutzen sie in unseren Küchenschränken für Brot, Alufolie, Papiertüten, Gefrierbeutel und vieles mehr.“

Die UPPDATERA Bambusbox erlebt ähnliche Karrieren. Ein Käufer erzählt: „Wir setzen mittlerweile drei Stück in der Küche ein – für Tee, asiatische Gewürze und mexikanische Gewürze.“ Ein anderer ergänzt: „Perfekt zur Aufbewahrung von Bedienungsanleitungen im Küchenschrank.“

Rund um die Spüle bewähren sich Saugnapf-Körbe neu. Zum KROKFJORDEN-Korb berichtet ein Anwender: „Wir verwenden ihn im Küchenspülenbereich für Putzlappen und Spülmittel.“ Bei den TISKEN-Modellen schwärmt jemand: „Ich habe einen für Zahnbürsten gekauft, einen für Kämme und einen für die Küchenscheurbürste.“

Home-Organisatorin Christelle Barthod mahnt allerdings zur Vorsicht: „Man räumt nicht das Chaos auf, man beseitigt es!“ Sie empfiehlt: „Schwere Dinge nach unten, leichte nach oben“ und warnt: „Manche Gegenstände übersehen wir mit der Zeit, doch sie bleiben visuelle Verschmutzung.“

Die japanische Ordnungsmethode setzt auf millimetergenaue Organisation. In der Küche gilt das Nähe-Prinzip: Gewürze und Öle beim Kochbereich, Tee und Kaffee neben der Kaffeemaschine. Selbst ein simpler UPPDATERA-Tellerhalter integriert sich mühelos in jeden Schrank oder jede Schublade.

Badewanne, Waschbecken und WC werden zu Garten-Highlights

Im Gartenbereich erleben Sanitärobjekte ihre spektakulärste Wiedergeburt. Eine alte Badewanne oder ein großes Waschbecken verwandelt sich mühelos in einen Teich, einen kleinen Weiher oder sogar einen Fischteich für Zierfische und Zierenten.

Über dem Boden platziert und mit einer Pumpe ausgestattet, entstehen faszinierende Wasserspiele. Brunnen, Kaskaden oder Wasserwände laufen im geschlossenen Kreislauf und schaffen beruhigende Atmosphäre.

Ein erhöht montiertes Standwaschbecken oder eine Toilettenschüssel dient perfekt als Vogelbad mit flacher Wasserzone. Heimische und wilde Tiere freuen sich über umfunktionierte Waschbecken als großzügige Außentränken.

Praktisch orientierte Gärtner schätzen alte Spülbecken als Reinigungsstation. Dort lassen sich Kinderhände und Gartengeräte säubern, während das Grauwasser anschließend die Beete bewässert.

Mit Erde gefüllt wird eine Duschwanne oder Badewanne zum XXL-Pflanzgefäß oder Hochbeet. Fortgeschrittene Gärtner nutzen ihre Wanne als Komposter oder Wurmkomposter – der Abfluss sammelt dabei den wertvollen Wurmtee. Leichte Wannen funktionieren als übergroße Schubkarre, während recycelte Duschtüren transparente Abdeckungen für Frühbeete bilden.

Möbel, Dekoration und überraschende Materialien

Beim Möbelbau zeigt sich die ganze Kreativität. Eine zersägte und gepolsterte Badewanne wird zur Gartenbank oder Indoor-Récamiere. Noch verspielter: WC-Schüsseln mit wasserdichter Sitzauflage als Gartensessel.

Handwerker zimmern erstaunliche Tische: Eine verschlossene Badewanne dient als Stauraum für Decken und Spielzeug, ein Waschbecken integriert sich in einen Aktivitätstisch für Kinder. Mit Beton gefüllte Toilettenschüsseln ergeben stabile Tischfüße für draußen.

Bei Festen verwandeln sich alte Waschbecken oder Wannen in eisgekühlte Getränkebars. Metallene Spülbecken taugen sogar als kompakter Zusatzgrill.

Dekorationsfreunde inszenieren Waschbecken und Toiletten als skulpturale Elemente oder bauen sie in Halloween- und Weihnachtsdekorationen ein. Andere zerbrechen Porzellan gezielt zu Mosaiksteinchen für japanische Trittsteine, Tabletts oder Beeteinfassungen.

Materialsammler zermahlen Waschbecken und Toiletten fein für Betonmischungen. Aktuelle Forschungen zeigen beeindruckende Ergebnisse: Porzellan steigert die Druckfestigkeit von Beton um 41 Prozent und die Biegefestigkeit um 67 Prozent.

Kleine Accessoires wie alte Wasserhähne erleben als Wandhaken, Schubladengriffe oder Schmuckhalter ihre Renaissance. Sie verleihen Innen- und Außenbereichen einen dezenten Industrial-Touch.

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