Warum Kolibris im Februar besonders hungrig sind und Ihren Garten gezielt ansteuern
Wenn winzige Kolibris zwischen blühenden Pflanzen umherschwirren, verwandelt sich jeder Außenbereich in eine faszinierende Naturkulisse. Besonders im Februar steigt ihre Aktivität spürbar an, doch längst nicht alle Grünflächen bieten ausreichend Nektar für ihren enormen Energiebedarf. Dabei genügt bereits eine einfache Maßnahme, um diese flinken Vögel täglich anzulocken.
In städtischen Bereichen oder noch spärlich bepflanzten Außenanlagen setzen Naturfreunde bereits auf Zuckerwasser-Spender in Terrassennähe – wie beispielsweise der Jardin des Colibris auf Guadeloupe eindrucksvoll zeigt. Das Erfolgsrezept dahinter: Eine verlässliche Nahrungsquelle genau dann bereitstellen, wenn die gefiederten Besucher sie am dringendsten brauchen. Entscheidend ist dabei, was Sie auf einer schlichten Schale platzieren.
Im Februar durchleben Kolibris ihre intensivste Phase – mit unstillbarem Energiehunger
Während des Februars erleben diese Vögel eine ihrer aktivsten Phasen mit intensiver Fortpflanzung und ständiger Futtersuche. Ihr rasanter Stoffwechsel zwingt sie mehrfach täglich zur Nahrungsaufnahme, um ihre Energiereserven konstant aufzufüllen. Sobald sie einen Platz mit zuverlässigem Nahrungsangebot entdecken, kehren sie spontan zurück – manchmal täglich, nicht selten sogar mehrmals am selben Tag.
Wonach diese Flugakrobaten primär suchen, ist süßer Nektar ähnlich dem aus Blüten. Genau das liefert eine 1-zu-4-Mischung aus Zucker und Wasser, serviert auf einer Schale oder in einer Tränke. Experten empfehlen eine präzise Rezeptur: 1 Teil weißer Zucker auf 4 Teile Wasser, aufgekocht und vollständig aufgelöst, danach komplett abgekühlt. Auf Farbstoffe, Honig oder Süßstoffe sollten Sie unbedingt verzichten – diese Zusätze können den Tieren schaden.
Die clevere Schalen-Methode für garantiert täglichen Kolibri-Besuch
Als Behälter eignet sich nahezu jedes flache Gefäß: eine Untertasse, ein niedriger Teller oder spezielle Kolibri-Tränken – Hauptsache leicht zu reinigen. Rote Gefäße oder Modelle mit roten Akzenten ziehen besonders viele Blicke auf sich, da die Vögel von Natur aus rot oder pink blühende Pflanzen bevorzugen. Manche Ausführungen bieten kleine Sitzstangen, die längere Verweilzeiten ermöglichen und perfekte Beobachtungschancen vom Fenster aus schaffen.
Die Platzierung entscheidet genauso über den Erfolg wie die Rezeptur selbst. Damit sich die Tiere sicher fühlen, gelten folgende Empfehlungen:
- die Schale oder Tränke schattig aufstellen, um Gärung der Zuckerlösung zu verhindern
- mittlere Höhe wählen, außerhalb der Reichweite von Katzen
- Nähe zu Pflanzen oder nektarreichen Blüten für natürliche Umgebung bevorzugen
- windgeschützte, aber einsehbare Zone aussuchen und Abstand zu Fensterscheiben halten, um Kollisionen zu vermeiden
Regelmäßige Pflege und blühende Pflanzen sichern dauerhafte Kolibri-Treue
Wärme beschleunigt die Gärung der Zucker-Wasser-Kombination erheblich. Um die Gesundheit der Vögel zu schützen, raten Fachleute zum Austausch alle 24 bis 48 Stunden – besonders bei steigenden Temperaturen. Bei jedem Wechsel sollten Sie den Behälter gründlich mit heißem Wasser ausspülen und sämtliche klebrigen Rückstände entfernen, die sonst Insekten und Schimmel anziehen. Eine saubere Futterstelle wird zur zuverlässigen Tankstelle, die Kolibris gerne wiederholt anfliegen.
Diese Zuckerwasser-Schale ersetzt keinesfalls einen durchdachten Garten, sondern ergänzt ihn ideal. Kombinieren Sie sie mit nektarreichen, leuchtend gefärbten Gewächsen wie Monarda, Salbei-Arten, Geranien, Lobelien oder Fuchsien an sonnigen Standorten – so verstärken Sie die Anziehungskraft Ihres Außenbereichs zusätzlich. Zusammen mit einer hygienisch gepflegten Tränke mit Sitzgelegenheit und optimaler Platzierung schaffen diese Blütengruppen eine Umgebung, in der Kolibris sowohl flüssige Nahrung als auch natürliche Blüten vorfinden. Das Resultat: Massenhafter Besuch, Tag für Tag, während des gesamten Februar.










