Schneiden Sie Ihre Rosen niemals wieder, bevor Sie diese 3 einfachen Regeln kennen

Warum die Angst vor dem Rosenschnitt unbegründet ist

Viele Hobbygärtner zögern, zur Schere zu greifen, sobald es um ihre Rosen geht. Die Sorge ist groß: Was, wenn man zu viel abschneidet? Wird die Blütenpracht ausbleiben? Oder noch schlimmer – stirbt die Rose ab, die seit Jahren im Garten steht?

Doch Monty Don, eine bekannte Persönlichkeit der britischen Gartenszene, sieht keinen Grund für diese Bedenken. Seine Herangehensweise macht den Rosenschnitt zu einer unkomplizierten und wirkungsvollen Angelegenheit.

In einem Februarbeitrag, den DevonLive zitiert, betont Don eine wichtige Tatsache: Rosen sind robuste Sträucher. Sie verkraften selbst einen kräftigen Rückschnitt und treiben danach wieder kräftig aus. Das Geheimnis liegt darin, die Rosenart zu kennen, den richtigen Zeitpunkt zu wählen und die Technik entsprechend anzupassen. Wer diese simplen Prinzipien befolgt, kann sich auf eine üppige Blüte den ganzen Sommer über freuen.

Die drei entscheidenden Punkte beim Rosenschnitt

Monty Don räumt gleich zu Beginn mit Missverständnissen auf. Der Rosenschnitt sei von unnötigem Mystizismus umgeben, obwohl es sich um widerstandsfähige Pflanzen handelt, die sowohl eine scharfe Schere als auch gröbere Behandlung problemlos überstehen und anschließend wieder austreiben.

Seine zentrale Botschaft: Man darf durchaus zur Schere greifen – solange man clever vorgeht. Dabei nennt er drei wesentliche Aspekte, die man im Kopf behalten sollte.

Der erste Grundsatz besteht darin, die Rosenfamilie zu bestimmen. Moderne Hybriden – dazu gehören Edelrosen, Beetrosen und remontierrende Hybriden – entwickeln ihre Knospen an den Trieben des laufenden Jahres. Sie benötigen einen energischen Schnitt im Frühjahr.

Don empfiehlt, zunächst schwache, beschädigte oder sich kreuzende Triebe komplett zu entfernen. Anschließend kürzt man die verbleibenden Triebe so ein, dass eine offene, schalenförmige Struktur entsteht. Der Schnittwinkel nach außen sei nicht so wichtig, aber immer knapp über einer Knospe ansetzen. Schwächere Triebe schneidet man stärker zurück als kräftige – so lautet seine Empfehlung.

Der perfekte Zeitpunkt für Hybrid- und Strauchrosen

Bei diesen Sorten führt Monty Don den Schnitt im Winter oder sehr zeitigen Frühjahr durch. Wichtig ist, dass die strengen Fröste vorbei sind und die Knospen bereits anschwellen.

Ein kräftiger Rückschnitt regt die Rose an, zahlreiche neue Triebe zu bilden. Jeder dieser frischen Austriebe kann Blüten tragen. Je mehr junge, gut belichtete Triebe vorhanden sind, desto mehr kann die Rose über den gesamten Sommer hinweg immer wieder neue Blüten hervorbringen – besonders wenn man regelmäßig Verblühtes entfernt.

Strauchrosen hingegen benötigen nur einen Minimalschnitt. Don beschränkt sich darauf, außergewöhnlich lange Äste sowie beschädigte oder sich kreuzende Zweige zu entfernen. Danach lässt er den Strauch in Ruhe.

Dieser Eingriff erfolgt ebenfalls im Winter oder frühen Frühjahr, wobei auch ein leichter Schnitt im Spätsommer oder Frühherbst möglich ist. Das Ergebnis: ein luftiger, stabiler Busch, der sein volles Blühpotenzial behält.

Kletterrosen, Rambler und der Sommerschnitt für maximale Blütenfülle

Bei Kletterrosen konzentriert sich Monty Don auf das Grundgerüst. Diese Rosen entwickeln vom Frühsommer bis zum Herbst große Einzelblüten – vorausgesetzt, man erhält einige lange, waagerecht geleitete Triebe.

Im Herbst oder Winter rät er dazu, diese sorgfältig anzubinden, die Seitentriebe einzukürzen und jährlich einen Teil der ältesten Triebe zu entfernen. So verjüngt sich die Pflanze kontinuierlich.

Ramblerrosen zeigen nur eine einzige Blütenwelle im Hochsommer mit vielen kleinen Blüten. Diese erscheinen an Trieben, die in der vorherigen Saison gewachsen sind. Don schneidet sie direkt nach der Blüte – dabei werden einige alte Ranken entfernt und junge Triebe werden geführt, damit keine Knospen für das Folgejahr verloren gehen.

Bei remontierenden Sorten empfiehlt er außerdem, während des Sommers regelmäßig Verblühtes zu entfernen. Dabei schneidet man bis zum ersten gesunden Blatt unterhalb der Blütendolde zurück. Diese Technik regt die Bildung neuer Knospen an und verlängert die Blütezeit erheblich.

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