Diese 4 Februar-Aufgaben entscheiden, ob Ihr Garten im Frühling explodiert

Warum der Februar der heimliche Wendepunkt für jeden Garten ist

Matschiger Rasen, plattgedrückte Beete, vernachlässigtes Gemüsebeet – mitten im Winter verstauen viele Hobbygärtner ihre Werkzeuge und warten auf bessere Zeiten. Der britische Gartenexperte Monty Don, bekannt durch die BBC-Sendung Gardeners‘ World, sieht das völlig anders. Seiner Ansicht nach fällt genau im Februar die Entscheidung darüber, ob der Garten im Frühling richtig durchstartet.

In einem aktuellen Blogbeitrag schreibt er: „Der Februar markiert den Moment, in dem der Garten tatsächlich zum Leben erwacht und zu wachsen beginnt, selbst wenn das Wetter hart bleibt und die Tage noch kurz sind. Im Februar passiert definitiv etwas Entscheidendes. Es liegt Spannung in der Luft“, erklärt er laut WalesOnline. Um diese Energie zu nutzen, hat er seine Ratschläge auf vier essenzielle Gartenarbeiten im Februar verdichtet, die jeder umsetzen kann.

Der Monat, in dem sich alles für den Frühling entscheidet

Für Monty Don bedeutet dieser Monat den Wendepunkt: Das Licht kehrt zurück, der Boden erwacht langsam aus seiner Starre, erste Triebe durchbrechen die Erde – auch wenn die Kulisse noch tristgrau wirkt. Gärten mögen unordentlich erscheinen, fast entmutigend, doch er erkennt darin eine hoffnungsvolle Phase, in der jede Handlung mehr zählt als im Hochsommer.

Statt sich in endlosen Arbeiten zu verlieren, empfiehlt er die Konzentration auf vier zentrale Maßnahmen, die dem gesamten Garten zugutekommen. Damit dieses Erwachen schon im Frühling sichtbar wird, rät er vorrangig:

  • Sträucher zu beschneiden, die es jetzt brauchen
  • Aussaaten zu starten und Kartoffeln vorzukeimen
  • Nackte Erde rund um Pflanzen zu mulchen
  • Gartenvögel zu unterstützen, die im Spätwinter besonders gefordert sind

Schneiden und säen – die beiden ersten Schritte, die Sie nicht verpassen dürfen

Bestimmte Sträucher profitieren davon, kurz vor dem Vegetationsbeginn beschnitten zu werden, wenn sie ihre Ruhephase verlassen. Monty Don hebt Rosen hervor, aber auch Sommer-Clematis und Schmetterlingsfliedere. Der Schnitt entfernt abgestorbenes Holz, regt frische Austriebe an und bereitet eine üppigere Blüte vor. Seine Regel ist kristallklar: „Schneiden Sie immer bis zu etwas hin. Nicht ziellos kürzen, sondern den Schnitt direkt über einer Knospe, einem Blatt oder an der Verzweigung zu einem anderen Trieb ansetzen“, erklärt er.

Der Februar markiert außerdem den Zeitpunkt, an dem er mit geschützten Aussaaten beginnt. Tomatensamen kommen drinnen in torffreie, gut gewässerte Erde, während robustere Gemüsesorten wie Paprika, Rucola oder Dicke Bohnen unter Schutz ausgesät werden können. Zusätzlich empfiehlt er das Vorkeimen von Kartoffeln in Kisten – ein entscheidender Schritt, den er so beschreibt: „Kartoffeln treiben aus den Keimen, die im Frühling aus den Knollen sprießen. Jeder kennt die durchsichtigen Keime, die an dunkel gelagerten Kartoffeln in dieser Jahreszeit erscheinen. Wenn Pflanzkartoffeln jetzt aber dem Licht ausgesetzt werden, entwickeln sich kräftige, dunkelgrüne Keime mit knotiger Struktur“.

Mulchen und Vögel füttern – Boden und Gartenleben nähren

Rund um Stauden und in Rabatten rät Monty Don dazu, nackte Erde mit Kompost oder anderem organischem Material abzudecken. Dieses Mulchen schützt den Boden und bereitet die kommende Saison vor. „Damit erreichen Sie gleichzeitig drei wichtige Ziele. Erstens unterdrücken Sie einjährige Unkräuter und schwächen mehrjährige. Zweitens reduzieren Sie die Verdunstung und bewahren damit Feuchtigkeit. Drittens wird das Material von Würmern in den Boden eingearbeitet und verbessert Struktur sowie Nährstoffgehalt“, erläutert er. Ein einfacher Eimer Eigenkompost oder gut verrotteter Grünschnitt, zwischen den Pflanzen verteilt, macht bereits einen spürbaren Unterschied.

Bleibt eine letzte Maßnahme, weniger sichtbar, aber zentral in seiner Vision eines lebendigen Gartens: Vögeln helfen. Der Spätwinter trifft sie zu einem Zeitpunkt, an dem natürliche Nahrungsquellen erschöpft sind, während gleichzeitig die Brutzeit beginnt. Monty Don empfiehlt: „Füttern Sie weiterhin Vögel, denn sie beginnen jetzt mit Paarung, Nestbau und dem Legen erster Gelege. Je besser die Elternvögel ernährt sind, besonders bei Kälte, desto zahlreicher und gesünder wird der Nachwuchs“. Sonnenblumenkerne, Meisenknödel, ungesalzene Nüsse und eine simple Schale mit frischem Wasser verwandeln einen stillen Garten in ein belebtes Refugium. Ein Blick durchs Fenster genügt, um zu sehen, wer dem Ruf folgt.

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