Schneeschimmel: Dieser unbekannte Pilz zerstört Ihren Rasen im Winter – was Sie jetzt tun müssen

Wenn der Schnee schmilzt und Ihr Rasen nicht mehr grün ist

Weiße Flecken, plattgedrücktes Gras, kahle Stellen? Falls Schnee Ihre Rasenfläche bedeckt hat, könnte das, was beim Tauwetter zum Vorschein kommt, mehr als nur ein gewöhnlicher Winterschaden sein. Wahrscheinlich handelt es sich um Schneeschimmel – eine häufige, aber wenig bekannte Pilzkrankheit, die Ihrem Rasen zusetzt. Diese Erkrankung zeigt sich typischerweise am Ende des Winters oder zu Beginn des Frühjahrs, wenn schmelzender Schnee großflächige verfärbte, verkrustete oder rosa Bereiche auf dem Rasen enthüllt. Die gute Nachricht: Es ist nicht irreparabel, und mit einfachen Maßnahmen können Sie Ihrem Rasen bei der Erholung helfen oder einen erneuten Befall im kommenden Jahr verhindern.

So erkennen Sie die Symptome von Schneeschimmel

Schneeschimmel wird durch Pilze verursacht, die kalte und feuchte Umgebungen bevorzugen. Er entwickelt sich hauptsächlich während langer, schneereicher Winter, wenn eine dicke Schneedecke über mehrere Wochen auf dem Rasen liegt. Es gibt zwei Varianten: den grauen Schneeschimmel und den rosa Schneeschimmel.

Der graue Schneeschimmel zeigt sich durch weiße oder hellbeige Flecken, die abgeflachte Zonen von einigen Zentimetern bis zu mehreren Metern bilden. Manchmal sind winzige braunrote Pilzstrukturen an der Basis der Grashalme sichtbar. Diese Form schädigt nur die Blätter und entwickelt sich ausschließlich unter der Schneedecke. Der rosa Schneeschimmel dagegen ist deutlich aggressiver: Die Flecken erscheinen rosa oder gräulich, oft kleiner, aber sowohl Wurzeln als auch die Halmbasis werden angegriffen. Und vor allem: Er breitet sich auch nach dem Tauwetter weiter aus, solange Feuchtigkeit und Kühle anhalten. Beide Formen können gleichzeitig auf derselben Rasenfläche auftreten.

Erste Hilfe für befallenen Rasen

Keine Panik: In den meisten Fällen regeneriert sich der Rasen im Frühjahr von selbst. Doch wenn Sie die Erholung beschleunigen möchten, sollten Sie diese bewährten Maßnahmen ergreifen:

  • Entfernen Sie abgestorbenes und verkrustetes Gras: Warten Sie, bis der Boden aufgetaut ist, und harken Sie die betroffenen Stellen vorsichtig ab. Entsorgen Sie die Rückstände, um eine weitere Ausbreitung zu vermeiden.
  • Düngen Sie zum richtigen Zeitpunkt: Im Frühjahr hilft eine moderate Dosis stickstoffhaltiger Dünger, vorzugsweise organisch, beim Nachwachsen. Für den restlichen Rasen warten Sie bis zum Spätfrühling.
  • Säen Sie nach, wo Gras komplett verschwunden ist, besonders bei großen Flecken. Das verhindert, dass sich Unkraut breit macht.
  • Erwägen Sie resistentere Grassorten bei häufigem Befall: Kentucky-Bluegrass und Feinschwingelarten gelten als weniger anfällig.

Vorbeugende Maßnahmen gegen Schneeschimmel

Sobald der Schneeschimmel da ist, lässt er sich kaum noch wirksam behandeln. Diese vorbeugenden Schritte helfen jedoch, einen erneuten Befall zu verhindern:

  • Lassen Sie beim Schneeräumen keine großen Schneehaufen auf dem Rasen liegen – verteilen Sie den Schnee auf sonnige Bereiche.
  • Bei früherem Befall sollten Sie im Herbst, vor dem ersten Schnee, ein vorbeugendes Fungizid auftragen.
  • Mähen Sie bis spät in den Herbst hinein, mit einem letzten Schnitt auf relativ kurze Höhe (5 bis 6 cm), damit das Gras nicht zu lang ist und unter dem Schnee zusammengedrückt wird.
  • Sammeln Sie herabgefallenes Laub regelmäßig auf.
  • Vermeiden Sie übermäßige Stickstoffdüngung im Herbst. Falls Sie düngen, wählen Sie einen Dünger mit langsamer Freisetzung und niedrigem Stickstoffgehalt.
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