Vor dem Frühling: Diese 2 € Reparatur übersehen die meisten – so vermeiden Sie den Rasenmäher-Ausfall

Warum Gartenexperten jetzt zur Rasenmäher-Kontrolle aufrufen

In zahlreichen Gartenschuppen schlummert er seit Monaten unbeachtet: der Rasenmäher. Zwischen Werkzeugen verstaut, oft direkt auf feuchtem Boden abgestellt. Solange das Gras noch nicht richtig wächst, schieben wir die Wartung auf. Doch genau in dieser stillen Winterpause entstehen Schäden, die sich im Frühling bitter rächen können.

Sam Jenkinson kennt das Problem aus langjähriger Erfahrung. Der britische Fachmann für Gartengeräte bei Tiger beobachtet Jahr für Jahr dieselben bösen Überraschungen: blockierte Maschinen, angefressene Klingen, Starterseile, die sich nicht mehr ziehen lassen. Seine dringende Empfehlung lautet deshalb: Holen Sie Ihren Rasenmäher jetzt aus dem Schuppen – für eine einfache Sichtkontrolle. Eine rechtzeitig behandelte Roststelle kostet oft nicht mehr als zwei Pfund, umgerechnet etwa 2,30 Euro. Was nach einem Schnäppchen klingt, kann teure Folgeschäden verhindern.

Was der Winter mit Ihrem Thermomäher wirklich anstellt

Monatelang bewegungslos in schlecht belüfteten Räumen – das setzt jedem Benzinrasenmäher zu. Kondensation und aufsteigende Bodenfeuchtigkeit greifen die Metallteile an. Besonders die Unterseite und das Messer leiden unter der Korrosion.

„Das Erste, was Sie überprüfen sollten, ist Rost am Messer oder an der Unterseite. Wenn Sie Rost entdecken, lässt sich das oft für gerade mal 2 Pfund beheben“, erklärt Jenkinson gegenüber dem britischen Medium DevonLive. Eine kurze Inspektion entscheidet zwischen simplem Putzen und kostspieliger Panne zur Unzeit.

Ein weiteres typisches Symptom beim Saisonstart: Das Starterseil fühlt sich schwergängig an, wirkt wie verklebt oder schnurrt nicht richtig zurück. Feuchtigkeit, Staubablagerungen oder schlicht fehlende Bewegung reichen bereits aus, um den Mechanismus zu verstopfen. „Meistens ist der Mechanismus über den Winter einfach ausgetrocknet. Ein Silikonspray oder etwas WD-40 bringt in wenigen Minuten wieder geschmeidige Bewegung“, so der Experte weiter. Bevor Sie in Panik verfallen: Seil mit trockenem Tuch säubern, bewegliche Teile leicht einsprühen – schon läuft es wieder rund.

Die 2-Euro-Reparatur mit Essig – so funktioniert der Trick

Gegen Rost empfiehlt Jenkinson eine Methode, die jeder zu Hause umsetzen kann. Zunächst die befallenen Stellen ausfindig machen, dann großzügig weißen Essig mit einem Pinsel oder Sprühgerät auftragen. Zehn bis fünfzehn Minuten einwirken lassen – die Säure arbeitet für Sie. Anschließend mit Stahlwolle oder einer Drahtbürste schrubben, gründlich trocknen und zum Abschluss einen dünnen Ölfilm auftragen. Die Kosten für diese „Roststkur“ liegen bei rund zwei Pfund, also gut 2,30 Euro – ein Bruchteil dessen, was ein neues Messer kosten würde.

Das Problem beschränkt sich nicht auf den Rasenmäher. „Spaten, Gartenscheren und Grabegabeln leiden oft im Stillen während des Winters, vor allem wenn sie am Boden oder an feuchten Wänden lehnen. Kontrollieren Sie vor dem Frühling Klingen und Gelenke auf Rostbildung. Prüfen Sie gleichzeitig Holzstiele auf Aufquellungen oder Risse“, betont der Fachmann. Ein Bad in verdünnter Essiglösung, kräftiges Bürsten und sorgfältiges Trocknen bringen Klingen wieder zum Glänzen. Bei gespaltenem Stiel genügt oft ein Tropfen Holzleim zur Stabilisierung.

Wann sich der Gang zum Profi mit Reparaturbonus lohnt

Verbogene Messer, ein stotternder Motor oder austretender Kraftstoff – in solchen Fällen sollten Sie die Reparatur lieber Profis überlassen. In Frankreich unterstützt das Programm Bonus Réparation von Ecologic bei den Kosten.

Für Benzinrasenmäher gewährt dieser Bonus 40 Euro ab 100 Euro Reparaturkosten und 90 Euro ab 250 Euro. Das gilt für Geräte außerhalb der Garantie, die bei zertifizierten Reparaturbetrieben instand gesetzt werden – der Rabatt wird direkt von der Rechnung abgezogen.

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